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Mineralwasserstreit: Keine guten Aussichten für Lammsbräu

Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu will verhindern, dass das Siegel "Premiumwasser in Bio-Qualität" des SGS Fresenius Institut weiter die Volvic-Flaschen von Danone schmückt. Dazu verhandelte das Landgericht Frankfurt am Mittwoch der vergangenen Woche.
02.06.2019
Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu will verhindern, dass das Siegel "Premiumwasser in Bio-Qualität" des SGS Fresenius Institut weiter die Volvic-Flaschen von Danone schmückt. Dazu verhandelte das Landgericht Frankfurt am Mittwoch der vergangenen Woche.

Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu will verhindern, dass das Siegel "Premiumwasser in Bio-Qualität" des SGS Fresenius Institut weiter die Volvic-Flaschen von Danone schmückt. Dazu verhandelte das Landgericht Frankfurt am Mittwoch der vergangenen Woche. Die Aussichten für Lammsbräu sehen danach nicht gut aus, wie die Lebensmittelzeitung berichtete. Dem Artikel zufolge argumentierte der Richter "Es gibt keine gesetzlichen Regeln für Bio-Wasser und wir können diese nicht mit den Mitteln des Wettbewerbsrechts einrichten." Ein Urteil wird für den 17. Juli erwartet.

Lammsbräu klagte wegen Verbrauchertäuschung

Der Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu hatte Ende 2018 stellvertretend für die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser gegen SGS und den Konzern Danone geklagt. Der Grund: das Danone-Mineralwasser Volvic trägt ein von SGS verliehenes Siegel „Premiummineralwasser in Bio-Qualität“. Diese Auszeichung sei laut Lammsbräu eine Irreführung der Verbraucher. Die Richtlinien von Fresenius ließen aus Sicht der[nbsp]Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser genauso viele Rückstände von Pestiziden und ihren Abbauprodukten zu wie die Regelungen für konventionelles Mineralwasser. Zudem sei der Einsatz von radioaktiver Bestrahlung sowie von Industriekohlensäure ausdrücklich erlaubt.

Fresenius wies Klage zurück

SGS wies den Vorwurf damals in einer Mitteilung als haltlos zurück. Einer Klage sah man gelassen entgegen, da der „anspruchsvolle Prüfkatalog“ jederzeit einer gerichtlichen Prüfung standhalten würde, schrieb das Institut. Die mit seinem Siegel ausgezeichneten Produkte müssten „deutlich strengere Anforderungen erfüllen und häufigere Laborkontrollen durchlaufen als es die Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) vorsieht.“ Darüber hinaus würde der abfüllende Betrieb in Aspekten von Nachhaltigkeit und Umweltschutz geprüft.

**Update: Der Artikel wurde am 3. Juni von der Redaktion aktualisiert.

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