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Kolumne

Besser Bio leben

Heute ist es für viele ganz normal, Bio zu kaufen. Das ist die Chance für eine neue Wertschätzung des Natürlichen – und den Fachhandel, meint Martin Abfalter.

02.04.2020 vonMartin Abfalter

Sicherlich hat die Informationsflut der sozialen Medien zu einem erstarkten Umweltbewusstsein beigetragen. Nicht zu unterschätzen ist aber die Bedeutung und Wirksamkeit des Bio-Fachhandels. Er muss sich künftig noch deutlicher positionieren und seine Vorreiterrolle einnehmen, denn der Verbraucher sieht heute sehr genau hin, ob der ökologische Gedanke auch wirklich gelebt wird. Ein Bio-Logo auf der Verpackung ist nicht mehr alles.

Nachhaltigkeit, Regionalität, Plastikvermeidung, Tierwohl, Schutz der Bienen und letztlich die Bewahrung natürlicher Ressourcen – all das sind Brennpunkt-Themen.

Was können wir tun?

Zusammen mit zahlreichen Bio-Händlern und -Herstellern haben wir uns zum Bündnis „Ackergifte? – nein Danke“ zusammengeschlossen. Für eine ökologische Landwende.
Bio geht nur, wenn alle mitmachen, denn Pestizide machen nicht an Ackergrenzen halt.

Als Hersteller versuchen wir mit verschiedensten Maßnahmen, unserem ökologischen Auftrag gerecht zu werden. Aber das geht auch nicht alleine.

Besonders wichtig ist uns der Schutz unserer Wasservorkommen, die Artenvielfalt auf unseren Wiesen, die Reinheit unserer LEBENsmittel. Unter anderem haben wir bereits mehr als eine Million Quadratmeter Land dazu gepachtet beziehungsweise gekauft und in Bio-Grünflächen umgewandelt. Wir bewirtschaften sie mit
traditionellen Methoden, ohne Einsatz von Chemie. Doch auch solches Engagement kann nur erfolgreich sein, wenn der ökologische Gedanke auf allen Ebenen ankommt. Es ist Zeit für einen tiefgreifenden Bewusstseinswandel hin zu Ursprünglichkeit und Lebendigkeit, zu einer neuen WERTschätzung des Natürlichen.

Das geht nur miteinander.

Martin Abfalter

Geschäftsführung St. Leonhards Quellen

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