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Eier-Angebot

Lidl will schrittweise aus dem Kükentöten aussteigen

Bis Ende 2022 will der Discounter nur noch Eier anbieten, bei deren Produktion keine Küken getötet werden.

15.07.2020 vonRedaktion

Lidl verkauft in seinen Filialen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Umgebung sogenannte „Kükenherz“-Eier aus Freilandhaltung.

Der Discounter Lidl will in mehreren Schritten sein Eier-Angebot komplett umstellen. Bis Anfang 2021 sollen die Bio-Eier im Sechserpack deutschlandweit auf die Bruderhahn-Aufzucht umgestellt werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Bis Ende 2021 will Lidl bei allen Freiland- und Bio-Schaleneier in seinem Sortiment auf eine Produktion ohne Kükentöten setzen. Zum Ende des Folgejahres soll dann die Umstellung des gesamten Schaleneier-Sortiments inklusive der Eier aus der Bodenhaltung abgeschlossen sein.

Aktuell bietet Lidl in seinen Filialen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Umgebung sogenannte „Kükenherz“-Eier aus Freilandhaltung an, bei denen neben den Legehennen auch die männlichen Küken aufgezogen werden. „Für den Ausstieg aus dem Kükentöten ist Lidl offen für alle im Sinne des Tierwohls anerkannten Alternativen“, teilte der Discounter mit. „Wichtig ist, dass sie zügig flächendeckend zur Verfügung stehen.“

Erst vor einer Woche kündigten die Lidl-Konkurrenten Aldi Nord und Süd an, schrittweise nur noch Eier von Legehennen im Sortiment führen zu wollen, deren Brüder mitaufwachsen. Bislang setzen die beiden Discounter auf das genanalytische Plantegg-Verfahren zur Geschlechterbestimmung. Dabei wird durch ein winziges Loch Flüssigkeit aus dem Ei entnommen und das Geschlecht am neunten Bruttag bestimmt. Männliche Eier werden anschließend entsorgt.

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