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Upländer Bauernmolkerei stellt komplett auf Weidemilch um

Als erste Bio-Molkerei stellt die Upländer Bauernmolkerei ihr komplettes Markensortiment auf Bio-Weidemilch um. Ab sofort werden alle Upländer-Produkte mit dem hohen Tierwohl-Standard angeboten, wie die Molkerei mitteilt.

Weidemilch bedeutet, dass die Kühe während der Weidesaison – von Frühjahr bis Herbst – draußen grasen dürfen. Der Begriff Weidemilch kann dann verwendet werden, wenn die Kühe an 120 Tagen im Jahr für mindestens sechs Stunden auf der Weide stehen. Die Upländer Milchbauern gehen jedoch nach eigenen Angaben über diese Vorgaben hinaus und lassen die Tiere so lange und so oft wie möglich auf die Weide. Die Zeiträume würden in einem Weidetagebuch genau dokumentiert.

In den vergangenen vier Jahren standen die Upländer Kühe demnach im Schnitt jährlich 172,5 Tage auf der Weide. Jedem Tier stehen dafür mindestens 1.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Die Kühe haben dabei freie Wahl: falls es ihnen zu heiß oder zu kalt ist, dürfen sie auch im Stall Schutz suchen.

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Mit einem hohen Anteil an Grünland biete das Einzugsgebiet im Umkreis von 100 Kilometern rund um den Firmensitz der Bauernmolkerei in Usseln optimale Vorrausetzungen für die Weidehaltung von Kühen, so Upländer in seiner Mitteilung. Im Vergleich zur ganzjährigen Stallhaltung erhöhe sich damit der Zeitaufwand für die Landwirte erheblich. Da sich der Melkstand im Stall befindet, werden die Kühe morgens auf die Weide und abends wieder zurück in den Stall getrieben. Außerdem müssen die Weidezäune täglich kontrolliert werden.

Das Tierwohl kontrolliert die Upländer Bauernmolkerei nach eigenen Angaben seit dem Jahr 2020 freiwillig und zusätzlich zu den Richtlinien des Bioland-Verbandes mit dem Tiergerechtheitsindex (TGI). Dieser bewertet das Wohlbefinden der Tiere anhand von Bewegungsoptionen, Sozialkontakten, Bodenbeschaffenheit, Licht, Luft sowie Betreuungsqualität über das ganze Jahr hinweg.

Die Upländer Bauernmolkerei wird seit 1996 von Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern in eigener Regie geführt und von mittlerweile 115 Bio-Milchbauern mit insgesamt 7.000 Kühen beliefert. Die Betriebe liegen in einem Umkreis von 100 Kilometer rund um die Molkerei, um lange Transportwege zu vermeiden. (nab)

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