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Ökomonitoring 2021

Kaum Pestizidrückstände in Bio-Produkten

Die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Baden-Württembergs haben im Ökomonitoring für das Jahr 2021 wenig zu beanstanden. Die Ergebnisse im Einzelnen.

Rund 550 Öko-Lebensmittel haben die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Baden-Württembergs (CVUAs) im Ökomonitoring für das vergangene Jahr untersucht. Die Behörden nehmen seit 20 Jahren gezielt Öko-Lebensmittel unter die Lupe. Dabei suchen sie risikoorientiert nach Pestizidrückständen und Gentechnik-Spuren. Sie analysieren aber auch, ob Bio-Milch und Bio-Eier echt sind.

Pestizide:
Von 371 Bio-Produkten wiesen sechs Rückstände an Pestiziden auf, die gesichert über dem Orientierungswert von 0,01 mg/kg lagen. Bei diesen Proben wurde die Angabe „Öko“ als irreführend beanstandet. Betroffen waren TK-Schnittlauch, getrocknete Gojibeeren aus China, getrocknete Ananas aus Ghana, getrocknete Feigen aus der Türkei und Moringa-Blattpulver und Mandeln aus den USA.

Gentechnik:
In 82 Proben von Lebensmitteln mit Bio-Soja fand das amtliche Labor nur zweimal Spuren gentechnischer Verunreinigungen. Bei den konventionellen Soja-Erzeugnissen enthielten dagegen 21 von 106 Proben Gentechnik-Spuren.

Milch:
Über das Fettsäuremuster lässt sich feststellen, ob Bio-Kühe tatsächlich die vorgeschriebene Ration Grünfutter bekommen haben. Haben sie, meldete der Bericht für die untersuchten 26 Bio-Milchproben.

Eier:
Bei Bio-Eiern suchte das Labor nach dem im konventionellen Futter üblichen Farbstoff Canthaxanthin, der die Dotter orange färbt. In allen Proben fand sich nichts davon.

MOSH/MOAH:
Von insgesamt 38 Proben Rapsöl, Olivenöl, Kokosfett und Butter aus konventionellem und ökologischem Landbau waren zwei hinsichtlich ihres Gehaltes an Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH/MOAH) auffällig.

Der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk zog aus dem Bericht eine klare Bilanz: „Wie in den Vorjahren gab es lediglich Einzelfälle, in welchen weitere Recherchen und Maßnahmen erforderlich waren.“ Verbraucherinnen und Verbraucher könnten sich bei regionalen Öko-Produkten auf die Qualität verlassen. (kam)

Weiterführende Links:

Ökomonitoring-Bericht für Baden-Württemberg 2021 – Kurzfassung (PDF)

Ökomonitoring-Bericht für Baden-Württemberg 2021 - Langfassung (PDF)

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