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Schwarz-Tochter

Kaufland testet Unverpackt-Stationen für Bio-Produkte

Seit kurzem bietet der Lebensmittelhändler in ausgewählten Märkten zahlreiche Bio-Produkte zum Abfüllen an. Bei erfolgreichem Testlauf will Kaufland das Bio-Unverpackt-Angebot flächendeckend ausrollen.

29.07.2021 vonRedaktion

Soll mindestens sechs Monate getestet werden: Bio Unverpackt bei Kaufland.

Seit kurzem bietet der Lebensmittelhändler in ausgewählten Märkten zahlreiche Bio-Produkte zum Abfüllen an. Bei erfolgreichem Testlauf will Kaufland das Bio-Unverpackt-Angebot flächendeckend ausrollen.

Kaufland bietet seinen Kunden testweise unverpackte Bio-Lebensmittel an. Der Einzelhändler hat dafür jeweils eine Abfüllstation für rund 40 Produkte in seinen beiden Märkten in Pfungstadt und Steinheim installiert.

Zum Unverpackt-Sortiment gehören Grundnahrungsmittel wie Reis, Nudeln, Bulgur und Quinoa, aber auch schokolierte Nüsse, Trockenfrüchte oder Müsli können die Kunden in eigene oder in den Filialen angebotene Gefäße abfüllen. „Bei erfolgreichem Testverlauf soll das Konzept als marktindividueller Sortimentsbaustein in allen Ländern, in denen Kaufland vertreten ist, ausgerollt werden“, teilte das Unternehmen mit. Die Schwarz-Tochter betreibt rund 1300 Filialen in acht Ländern, die Hälfte davon befindet sich in Deutschland.

Sämtliche Artikel werden ausschließlich über Dispenser angeboten, damit ein direkter Kontakt mit den Lebensmitteln vermieden wird. Die Ware kommt von Eco Terra GmbH in Eppstein, ein Importeur, Verarbeiter und Vertreiber von EU-Bio-zertfizierten Lebensmitteln. Während der Testphase wirbt Kaufland mit Flyern, Aufklebern und in seiner Kundenzeitschrift für das Angebot.

„Bis jetzt sind wir sehr zufrieden, denn in den ersten Wochen wurden die Stationen von den Kunden und den Mitarbeitern sehr gut angenommen“, sagt Steffen Endlich, Geschäftsführer Vertrieb Ware bei Kaufland. „Um eine valide und nachhaltige Entscheidung treffen zu können, werden wir den Test mindestens ein halbes Jahr laufen lassen.“

Kaufland bemüht sich schon länger darum, Plastik zu reduzieren. Das Unternehmen nutzt unter anderem für die Verpackung von Eigenmarken recycelten Kunstoff, hat Einwegtragetaschen aus seinen Filialen verbannt und bietet Molkereiprodukte mit Mehrwegdeckel an. Seit Mai testet Kaufland außerdem in seinen Filialen in Berlin-Heinersdorf, Dallgow-Döberitz, Dresden-Striesen-West und Neckarsulm Abfüllstationen für Wasch- und Spülmittel der Henkel-Marke „Love Nature“. (mis)

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