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Junge AöL gibt Leitfaden zum Generationenwechsel heraus

Mit persönlichen Übernahmegeschichten will die AöL-Jugendorgansisation potenziellen Unternehmensnachfolgern Mut machen, Verantwortung zu übernehmen.
08.05.2019
Mit persönlichen Übernahmegeschichten will die AöL-Jugendorgansisation potenziellen Unternehmensnachfolgern Mut machen, Verantwortung zu übernehmen.

Mit persönlichen Übernahmegeschichten will die AöL-Jugendorgansisation potenziellen Unternehmensnachfolgern Mut machen, Verantwortung zu übernehmen.

In Deutschland stecken laut KfW Research rund 100.000 Unternehmen in einem Nachfolgeprozess. In der Biobranche steht bekanntlich ebenfalls ein Generationswechsel an. Innerhalb der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) hat sich vor drei Jahren ein Netzwerk von Nachfolgern zur „Jungen AöL“ zusammengeschlossen. Jetzt hat die Gruppe einen Leitfaden „Wie gestalte ich meinen Weg?“ zur Nachfolge junger Bio-Jungunternehmer veröffentlicht.

„Ein Unternehmen zu übergeben ist ein vielfältiger und spannender Prozess. In einem Verarbeitungsbetrieb der Biobranche werden nicht nur Management und Anteile übergeben, sondern vor allem auch Werte und Ideale. Die Nachfolger wollen diese Werte wahren und müssen sich dabei in einem wachsenden Markt etablieren.“

Anne Baumann, Koordinatorin Junge AöL

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Anders als bei einer Neugründung, wo die Herausforderung in der generellen Etablierung auf dem Markt liegt und der Unternehmer mit der Firma mitwachsen kann, sind inhabergeführte Bio-Unternehmen bereits auf dem Markt etabliert. Der Übernehmende muss von Anfang an sein Können in allen Bereichen des Unternehmens unter Beweis stellen. Hier sind neben der unternehmerischen Eignung Fingerspitzengefühl, Empathie und Kontaktfreude gefragt.

Fragen, die der Leitfaden beantwortet:

  • Wie kommt es zur Unternehmensnachfolge?
  • Wer wird Nachfolger: Familie oder externer Partner?
  • Wie finde ich heraus, ob ich geeignet bin?
  • Wie gehe ich mit Eltern und Geschwistern um?
  • Wie gehe ich mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern um?
  • Was muss juristisch geklärt werden?

„Es war uns ein großes Anliegen, die jungen Menschen innerhalb unseres Verbandes zu vernetzen, damit sie sich zu diesen Fragen austauschen können und durch die gemeinsame Stärkung ihren Weg in die Zukunft finden“, so der geschäftsführende Vorstand der AöL, Dr. Alexander Beck.

Übernahmegeschichten, von denen der Leitfaden erzählt:

  • Johannes Ehrnsperger, Neumarkter Lammsbräu
  • Oliver Freidler, Alb Gold
  • Arlend Huober, HuoberBrezel
  • Leonhard Wilhelm, Rapunzel
  • Jasmin Maiwald, Govinda
  • Aaron Drosihn, Tofutown
  • Lisana und Catalina Hartl, Münchener Kindl
  • Sophie Schweisfurth, Herrmannsdorfer Landwerkstätten
  • Lukas Heck, Heck-Unternehmensstiftung der Taifun-Tofu GmbH
  • Franziska Breisinger, All Organic Treasures
  • Markus Pscheidl, Kramerbräu Saaten und Öle
  • Wendelin Blankertz, Donathmühle
  • Christian Rabeler, Rabeler Fruchtchips
  • Stephan und Christoph Winzer, Bio-Nahrungsmittel GmbH
  • Andreas Eder, Biohofbäckerei Mauracher
  • Benjamin Profanter, Natur-Backstube Profanter
  • Liane Maxion, Naturata (berichtet, wie man als junger Mensch Verantwortung für eine AG übernehmen kann)

„Es ist wahrlich keine einfache Aufgabe, die vor den Übernehmenden liegt. Doch mit Leidenschaft und einem beherzten Vorgehen kann der Generationswechsel gelingen. Vor allem, wenn man Gleichgesinnte findet, wie in der Jungen AöL geschehen. Gleichgesinnte, die vor denselben Herausforderungen stehen und eine gemeinsame Vorstellung teilen: nämlich Werte zu erhalten, sie mit neuen Ideen zu füllen und ihre Unternehmung im Einklang mit Mensch und Natur zu gestalten“, ziehen die jungen Unternehmensnachfolger im Leitfaden ihr Fazit.

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