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Ukraine-Krieg

Hilfstransporte aus der Bio-Branche

Einem Spendenaufruf des BMEL ist die Bio-Branche mit mehr Hilfsgütern gefolgt, als das Ministerium in die Ukraine bringen kann. Eine noch junge Initiative hilft aus. Weitere Logistikpartner werden dringend gesucht.

08.03.2022 vonKatrin Muhl

Um die Hilfsgüter in die Ukraine zu bringen, arbeiten BMEL und BNN mit der Initiative „Deine-Ukraine-Hilfe“ zusammen. (Symbolbild)

Einem Spendenaufruf des BMEL ist die Bio-Branche mit mehr Hilfsgütern gefolgt, als das Ministerium in die Ukraine bringen kann. Eine noch junge Initiative hilft aus. Weitere Logistikpartner werden dringend gesucht.

Der Krieg in der Ukraine hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Auch der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) und seine Mitgliedsunternehmen engagieren sich. Das berichtete der Verband auf Nachfrage von BioHandel.

„Wir fühlen mit den Ukrainerinnen und Ukrainern und fordern einen sofortigen Stopp aller militärischen Aktionen seitens der russischen Regierung, damit Leid, Zerstörung und Tod ein Ende haben“, teilt Pressesprecher Hans Kaufmann mit. „Für uns und unsere Mitglieder ist klar, dass jetzt die Zeit für ganz konkrete Hilfe ist.“ Die komme den Betroffenen in Form von Geldspenden, Hilfsgütern und Unterkünften zugute. Der Verband unterstütze dabei „durch Kooperation, Vernetzung und Informationsaustausch“, so Kaufmann.

Logistikpartner dringend gesucht

Die Beteiligung der Branche an einem Sammelaufruf für dringend benötigte Hilfsgüter wie Lebensmittel und Hygieneartikel, den das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf den Weg gebracht hat, sei bereits in der letzten Februarwoche „sehr groß“ gewesen, berichtete Kaufmann am vergangenen Donnerstag. Wenige Tage später habe allein die Hilfsbereitschaft aus der Bio-Branche dazu geführt, „dass die vom BMEL ursprünglich angedachte Logistik mit Unterstützung der Bio-Großhändler noch einmal deutlich aufgestockt werden muss“, teilte Kaufmann dem BioHandel am Montag mit.

Um die Hilfsgüter von den Sammelstellen in Deutschland in ein Verteillager an der polnisch-ukrainischen Grenze zu bringen, arbeiten BMEL und BNN nun mit der Initiative „Deine-Ukraine-Hilfe“ des neu gegründeten Vereins „Kultur für humanitäre Hilfe“ zusammen. Der Zusammenschluss, dem Bio-Bauer Martin Ritter, Campo-Verde-Geschäftsführer Tankred Kauf, der ehemalige Isana-Geschäftsführer Sebastian von Eltz, Victalium-Geschäftsführer Nikolaus von Doderer und der Rechtsanwalt Prinz Ferdinand zur Lippe angehören, hat bisher zwei Sammelpunkte aufgetan, an denen Hilfsgüter abgegeben werden können.

Ein dritter Sammelpunkt in Norddeutschland werde dringend gesucht, teilt Kaufmann mit. Unternehmen, die „Deine-Ukraine-Hilfe“ mit Lager- und Logistikkapazitäten unterstützen oder Hilfsgüter abgeben wollen, bittet Kaufman sich direkt an ihn per E-Mail an kaufmann[at]n-bnn.de zu wenden.

Das BMEL habe sich laut Angaben des BNN an den Kraftstoff-Kosten für acht Lkw-Fahrten zum Verteilzentrum beteiligt. Wer die Transporte ebenfalls finanziell unterstützen möchte, richtet seine Spende an die unten angegebenen Kontodaten (siehe Infobox).

Verein Kultur für humanitäre Hilfe e.V.
(Vorsitz: Michael Diestel, Stefan Kritzer)

IBAN DE39 7935 30900000 5579 34
Sparkasse Bad Neustadt
Verwendungszweck „Deine Ukraine Hilfe“; für Spendenquittungen bitte auch E-Mailadresse angeben

Kontakt: deine-ukraine-hilfe@fuerev.de

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