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Negativpreis

Bio-Weidemilch für den Goldenen Windbeutel vorgeschlagen

Die Verbraucherorganisation Foodwatch ruft zur Wahl zum Goldenen Windbeutel 2020 auf. Unter den Nominierten ist wieder ein Bio-Produkt, allerdings nicht aus dem Fachhandel.

18.08.2020 vonRedaktion

Mit dem Goldenen Windbeutel zeichnet die Verbraucherorganisation Foodwatch die "Werbelüge des Jahres" aus.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch ruft zur Wahl zum Goldenen Windbeutel 2020 auf. Unter den Nominierten ist wieder ein Bio-Produkt, allerdings nicht aus dem Fachhandel.

Die Wahl zum Goldenen Windbeutel 2020 ist eröffnet: Bis zum 6. September können Verbraucher auf der Webseite des Negativpreises abstimmen, welches Produkt für die dreisteste Werbelüge des Jahres ausgezeichnet werden soll.

Die Wahl knüpft an die Einreichungen unter www.schummelmelder.de an: Auf der Foodwatch-Beschwerdeplattform gegen Werbelügen sind in den vergangenen zehn Monaten mehr als 200 Produkte gemeldet und für die Nominierung zum Goldenen Windbeutel 2020 vorgeschlagen worden. Vier der ausgewählten Windbeutel-Kandidaten stammen aus dem „Schummelmelder“ – das Produkt von Arla hat das Foodwatch-Team entdeckt.

Dem Hersteller des Produkts mit den meisten Stimmen will Foodwatch den Goldenen Windbeutel 2020 am Firmensitz überreichen. Im vergangenen Jahr ging der Negativpreis an Bio-Hersteller Zwergenwiese für seine „Kinder-Tomatensauce“. Kritisiert wurde der hohe Zuckergehalt des Produkts.

Im Gegenzug zeichnete Zwergenwiese die Verbraucherorganisation mit der „Goldenen Mütze“ aus. Bei einer Neuauflage seiner „Kinder-Tomatensauce" und zwei weiteren Kinderprodukten hat Zwergenwiese den Zuckergehalt reduziert.

Foodwatch fordert Verbot von Verbrauchertäuschung

Foodwatch fordert Ernährungsministerin Julia Klöckner auf, der Verbrauchertäuschung ein Ende zu bereiten und im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft auf bessere Kennzeichnungsregeln zu drängen. Obwohl im EU-Lebensmittelrecht allgemein ein Verbot von Täuschung festgeschrieben sei, könnten in der Praxis Hersteller dennoch oft ganz legal mit falschen Aussagen für ihre Produkte werben.

Wichtige Informationen fehlten auf Lebensmittelpackungen, andere seien irreführend oder unleserlich. Verbraucher würden deshalb regelmäßig durch Werbeaussagen und Produktverpackungen getäuscht, so die Kritik von Foodwatch. Manuel Wiemann, Wahlleiter beim Goldenen Windbeutel 2020: "Ernährungsministerin Julia Klöckner muss das Verbot von Täuschung und Abzocke endlich zur Chefinnensache machen!"

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