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Götz Rehn erhält Deutschen Gründerpreis

Der Alnatura-Gründer ist am Dienstag für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Götz Rehn habe gezeigt, „was in Bio-Qualität alles möglich ist“, begründete die Jury ihre Entscheidung.

15.09.2021 vonRedaktion

Gründete Alnatura 1984: Götz Rehn.

Der Alnatura-Gründer ist am Dienstag für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Götz Rehn habe gezeigt, „was in Bio-Qualität alles möglich ist“, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Götz Rehn hat am Dienstag in Berlin den Deutschen Gründerpreis 2021 in der Kategorie Lebenswerk entgegengenommen. Stern, ZDF, Sparkassen und Porsche würdigen damit wirtschaftlichen Erfolg und gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Unterstützt wird der Preis vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Der Gründer und Geschäftsführer von Alnatura zeige, „was in Bio-Qualität alles möglich ist“, begründete die Jury ihre Entscheidung. In den vergangenen rund 35 Jahren sei es ihm gelungen, ein ganzes Netzwerk von Bio-Bauern und biologisch wirtschaftenden Hersteller- und Lieferpartnern zu gestalten.

Unter dem Leitmotiv „Sinnvoll für Mensch und Erde“ gründete Rehn 1984 das Bio-Handelshaus Alnatura. Anfangs entwickelte das Unternehmen Bio-Produkte, die bei der Drogeriemarktkette DM und bei dem hessischen Lebensmittelhändler Tegut erhältlich waren.

1987 eröffnete der erste Alnatura Super Natur Markt in Mannheim, in dem Rehn noch selbst die Regale einräumte. Weitere Märkte in Karlsruhe, Kassel, Darmstadt und Freiburg folgten. Die 100. Filiale eröffnete Alnatura 2016 in Berlin. Inzwischen gibt es deutschlandweit 140 Märkte.

Ende Juli eröffnete Alnatura eine weitere Filiale in Freiburg.

Seit der Gründung arbeite Alnatura daran, „den Bio-Landbau als die zukunftsfähigste Form der Landwirtschaft aktiv zu fördern“, sagte Rehn bei der Verleihung. Im Unternehmen, das rund 3.700 Menschen beschäftigt, gelte Rehn als wesentlicher Impulsgeber und vorausschauende Persönlichkeit, teilt Mit-Geschäftsführer Rüdiger Kasch mit. „Wir schätzen ihn für seine Präsenz und Agilität, seine persönliche und humorvolle Art sowie sein Gespür für den Markt und die Kundenbedürfnisse.“

Alnatura „bestens für die Zukunft aufgestellt“

Im Januar deutete Rehn seinen Rückzug aus der Alnatura-Geschäftsführung an. Kasch, der 2017 in die Geschäftsführung einstieg, teilt aktuell mit, Rehn habe das Unternehmen „bestens für die Zukunft aufgestellt“. Im April stieß Klaus Böhmer als Verantwortlicher für IT und Logistik zur Alnatura-Spitze hinzu. Ab Oktober steigen Jessica Schwarz (Finanzen), Alexander Hüge (Mitarbeiterservice ­ und -entwicklung) und Petra Schäfer (Einkauf & Sortiment, Marken­kommunikation) ein.

Rehn habe schon vor einigen Jahren aus dem operativen Geschäft aussteigen und in eine andere Rolle wechseln wollen, sagte er im Januar der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die wichtigsten Dinge seien so geregelt, „dass es innerhalb der nächsten zwei Jahre so weit sein dürfte.“ (kam)

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