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Fachkraft soll Wertschöpfungsketten für den Bio-Fachhandel aufbauen

Das Bundesprogramm Ökolandbau unterstützt den Aufbau von Bio-Wertschöpfungsketten. Ein neues Projekt aus dem Fachhandel macht sich das zu Nutze. Am Ende steht eine Chance zur Profilierung.

Der Händlerverband Naturkost Süd hat zusammen mit der Basic AG und dem Anbauverband Biokreis das Projekt „Wertschöpfungsketten für den Bio-Fachhandel“ gestartet. Für vorerst drei Jahre soll Markus Blenk als Koordinator regionale Wertschöpfungsketten in Bayern und Baden-Württemberg aufbauen.

Zu den Aufgaben für die Organisation von Bio-Wertschöpfungsketten gehören laut Biokreis:

  • die Warenströme in der Bio-Erzeugung erfassen, Marktpotentiale und Warenbedarf im Bio-Fachhandel ermitteln und die Produktentwicklung unterstützen;
  • die Marktakteure und Kooperationspartner vernetzen und koordinieren;
  • Vertragskonditionen zwischen Angebots- und Nachfrageseite verhandeln
  • und Vernetzungstreffen mit Akteuren aus Erzeugung, Verarbeitung und Handel organisieren.

Weil diese Arbeit nicht nebenbei zu leisten ist, fördert das Bundesprogramm Ökolandbau solche Bio-Wertschöpfungsketten, etwa in dem es die Personalkosten für die professionelle Umsetzung übernimmt.

Profilierung durch regionale Bio-Lebensmittel

Ziel des Projekts ist es, gemeinsam regionale Bio-Lebensmittel zu entwickeln und in den Fachhandel zu bringen. Mit diesen Produkten sollen sich die an der Wertschöpfungskette beteiligten Erzeuger, Verarbeiter und Händler am Markt profilieren können. Gleichzeitig sollen die Besonderheiten dieser Produkte an die Verbraucher kommuniziert werden.

„Unser Ziel ist der Aufbau von Wertschöpfungsketten, die für alle Beteiligten wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll sind und zu unserer Fachhandels-Differenzierung beitragen“, so Gerhard Sailer, Einkaufsleiter der Basic AG mit. Monika Demgen, Vorstandsmitglied des Naturkost Süd, teilt mit: „Themen wie zum Beispiel samenfestes Saatgut und Tiergenetik sind uns ein Herzensanliegen. Die Zusammenarbeit mit dem Biokreis ermöglicht es uns nun, diese Arbeit auf eine neue gemeinsame Stufe zu stellen und unsere Pionierrolle in der Fachhandelslandschaft noch stärker wahrzunehmen.“

Dem Projekt in Süddeutschland soll 2021 eine vergleichbare Kooperation in Ostdeutschland folgen. „Für uns ist das Projekt der Auftakt für eine immer intensivere Zusammenarbeit mit dem Fachhandel,“ erklärt Biokreis-Geschäftsführer Josef Brunnbauer. „Uns geht es um die unmittelbare Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel, und dafür ist dieser gemeinsame Weg genau der richtige.“

Wie erfolgreich eine solche Arbeit sein kann, zeigt der Einsatz von regionalem Hafer und Dinkel bei Barnhouse. Hier war es das Projektmanagement der vom Freistaat Bayern geförderten Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel, das engagierte Verarbeiter und Landwirte zusammengebracht und die entsprechenden Mengen koordiniert hat.

Anm.d.Red.: Der Artikel wurde am 12.01.2021 aktualisiert.

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