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Schlachtbetrieb

Ehemaliger Bioland-Chef soll Tönnies nachhaltiger machen

Nach mehrjähriger Tätigkeit im niedersächsischen Agrarministerium wechselt Grünen-Mitglied Thomas Dosch nun zu einem der größten Schweinefleischproduzenten Deutschlands. Das geht aus einem Bericht des Weser-Kuriers hervor.

15.10.2020 vonRedaktion

Nach mehrjähriger Tätigkeit im niedersächsischen Agrarministerium wechselt Grünen-Mitglied Thomas Dosch nun zu einem der größten Schweinefleischproduzenten Deutschlands. Das geht aus einem Bericht des Weser-Kuriers hervor.

Der frühere Chef des Anbauverbands Bioland und Ex-Ableitungsleiter des Landwirtschaftsministeriums in Niedersachsen, Thomas Dosch, ist seit 1. Oktober als Koordinator beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück angestellt, berichtet der Weser-Kurier in einem Artikel. In seiner neuen Position in dem industriellen Schlachtbetrieb sehe sich der gelernte Ökolandwirt im Einsatz für Tierschutz und eine umweltgerechte Landwirtschaft.

Dosch solle mit seinen bisherigen Erfahrungen die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Ernährungs- und Agrarwirtschaft unterstützen, erklärte Tönnies-Geschäftsführer Clemens Tönnies gegenüber der Zeitung. Gemeinsam mit seinem neuen Arbeitgeber wolle Dosch die Agrarwende weiter vorantreiben, denn dafür brauche es nicht nur die Politik, sondern auch die Wirtschaft, so das Grünen-Mitglied.

So geht aus dem Zeitungsbericht ebenfalls hervor, dass sich Dosch und Tönnies bereits über die von Tierschützern stark kritisierten Kastenstände für Sauen ausgetauscht haben sollen. Offenbar wolle der Chef des Schlachtbetriebs künftig selbst etwas an den Haltungsbedingungen der Schweine ändern. Im Unternehmen teste man bereits neue, artgerechte Stallformen.

Mitte dieses Jahres geriet Tönnies aufgrund der Arbeits- und Wohnbedingungen für Leiharbeiter und unzureichender Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus in die öffentliche Kritik.

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