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Geschäftsjahr 2023

Edeka-Verbund steigert Umsatz – auch dank Bio

Der Händlerzusammenschluss hat das Krisenjahr 2023 mit einem Umsatzplus abgeschlossen. Als Grund nennt der Verbund unter anderem „innovative Fachhandelskonzepte“.

Der Edeka-Verbund hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 6,7 Prozent auf 70,7 Milliarden Euro steigern können und damit erstmals die Schwelle von 70 Milliarden überwunden. Maßgeblichen Anteil daran hatten Edeka zufolge die rund 3.400 selbständigen Kaufleute, die den Großteil der 6.700 stationären Märkte betreiben. Ihr Umsatz stieg auf 39,3 Milliarden Euro – ein Plus von 7,7 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor. Flächenbereinigt lag der Zuwachs bei fast 5 Prozent

Noch stärker stieg der Umsatz bei der Discountsparte: Netto Marken-Discount verzeichnete ein Wachstum um 8,5 Prozent auf 17,1 Mrd. Euro. Die Gesamtverkaufsfläche aller 11.048 Edeka- und Netto-Märkte stieg 2023 um 1,1 Prozent auf 12,1 Millionen Quadratmeter, teilte Edeka mit.

Als Gründe für das Wachstum nennt der Verbund unter anderem „innovative Fachhandelskonzepte“ wie die 2022 gestarteten Naturkind-Welten. Bis zum Jahresende seien bereits rund 80 solcher Shop-in-Shop-Flächen in Edeka-Märkten deutschlandweit eröffnet worden. Weitere Fachhandelskonzepte unter dem Dach der Edeka-Gruppe sind der Getränkefachhändler Trinkgut und der Online-Supermarkt Picnic.

Edeka-Eigenmarke bekommt neuen Auftritt

Wie schon 2022 entwickelten sich Edeka zufolge auch im vergangenen Jahr die Eigenmarken besonders stark. Gleichzeitig investierte Edeka „in erheblichem Umfang in die Verbraucherpreise – auch zu Lasten der eigenen Handelsmarge“, um diese stabil zu halten oder auch zu senken. Dabei sei man auch „überhöhten Preisforderungen internationaler Markenkonzerne mit Geschlossenheit entgegen (getreten)“.

Investitionen in die Infrastruktur und in eigene Produktionsbetriebe hätten ebenfalls zur Stabilität des Unternehmensverbunds in wirtschaftlich schwierigen Zeiten beigetragen. Im Juli 2023 übernahm Edeka den italienischen Teigwarenproduzenten Pasta Rey inklusive der unternehmenseigenen Mühle zur Produktion von Hartweizengrieß. Ebenfalls integriert wurden die Siegsdorfer Petrusquelle in Bayern und der Wilhelmsthaler Mineralbrunnen in Hessen.

Im laufenden Jahr 2024 steht vor allem das Differenzierungssortiment im Fokus: Die Edeka-Eigenmarke erhält einen neuen Auftritt unter dem Namen „Edeka Herzstücke“. Das schärfe das Markenprofil und rücke die Werte wie Qualität, Nachhaltigkeit und Innovationskraft verstärkt in die Wahrnehmung der Verbraucherinnen und Verbraucher, teilte Edeka mit.

Zum Edeka-Verbund gehörten 2023 rund 11.050 Märkte und circa 410.700 Mitarbeitende. (mis)

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