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Drei Fragen an Peter Röhrig

„Die große Stellschraube ist die EU-Agrarpolitik“

BÖLW-Geschäftsführer Peter Röhrig über resiliente Landwirtschaft und warum die beste Öko-Leistung nach einer besseren Forschung verlangt.

12.10.2021 vonSibylle Reuter

Peter Röhrig vom BÖLW spricht sich dafür aus, extra Umweltleistungen von Bauern auszugleichen.

BÖLW-Geschäftsführer Peter Röhrig über resiliente Landwirtschaft und warum die beste Öko-Leistung nach einer besseren Forschung verlangt.

Wie kann die Landwirtschaft resilienter werden?

Mit mehr Vielfalt, heimischen Wertschöpfungsketten und partnerschaftlichem Wirtschaften. Eine große Stellschraube ist die EU-Agrarpolitik, die mit Milliarden bestimmt, was sich lohnt. Aktuell entscheidet Berlin darüber, ob die Agrarreform Bio und Klimaschutz voranbringt.

Welchen Beitrag könnten die Bio-Landwirte noch leisten?

Vergleiche zeigen, dass Bio als System bei Nachhaltigkeit deutlich punktet. Einige Höfe schneiden aber besser ab als andere, das zeigt, es gibt Luft nach oben. Für die beste Öko-Leistung braucht es bessere Öko-Forschung. Ganz klar ist auch, dass die Bauern Extraleistungen ausgeglichen bekommen müssen. Dafür braucht es auch Engagement bei den Herstellern, Händlern und Kunden.

Wie kann man die Bauern beim Klimaschutz unterstützen?

Schlüssel ist und bleibt die GAP. Wir müssen Bauern unterstützen, die klimafreundlich wirtschaften, ein breites Innovationsverständnis anlegen und dementsprechend forschen.

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Durch die Auswirkungen des Klimawandels geraten immer mehr Landwirte unter Druck, denn das Wetter und damit die Ernten werden immer unberechenbarer. Welche Auswirkungen das bereits heute hat und warum Bio-Landwirtschaft oft robuster ist als konventionelle Bewirtschaftung.

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