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Regional- und Fair-Zertifizierung

Biokreis setzt neue Richtlinien für freiwilligen Standard

Der Öko-Verband hat die Anforderungen für seine Regional-Zertifizierung überarbeitet und das Logo erneuert. Für die Nutzung des Standards müssen nun auch Voraussetzungen für Generationengerechtigkeit erfüllt werden.

11.05.2021 vonRedaktion

In den erweiterten Richtlinien für seinen Regional- und Fair-Standard sieht der Öko-Verband Biokreis beispielsweise vor, dass bevorzugt alte Obst- und Gemüsesorten angebaut werden, um die Artenvielfalt zu schützen.

Der Öko-Verband hat die Anforderungen für seine Regional-Zertifizierung überarbeitet und das Logo erneuert. Für die Nutzung des Standards müssen nun auch Voraussetzungen für Generationengerechtigkeit erfüllt werden.

Biokreis hat die Richtlinien seines freiwilligen Regional- und Fair-Standards erweitert. Darüber hinaus ist auch das dazugehörige Logo erneuert worden.

Um die Bedingungen für die Zertifizierung zu erfüllen, müssen Betriebe laut einer Pressemitteilung des Anbauverbands nachweisen, dass sie ihrer Verantwortung in besonderer Weise gerecht werden. Dabei stünden faire Partnerschaften, soziales Engagement und neuerdings der gerechte Umgang mit zukünftigen Generationen im Mittelpunkt der Richtlinien, teilt Biokreis mit.

„In Zeiten der an Wucht zunehmenden Klimakrise müssen wir unsere Verantwortung auch in die Zukunft denken. Wir sind es kommenden Generationen schuldig, unsere heutige Lebensweise enkeltauglich zu gestalten,“ so Josef Brunnbauer, Biokreis-Geschäftsführer.

Biokreis-Zertifizierungsmaßnahmen zur Generationengerechtigkeit:

  • Bezug von Ökostrom
  • Energiesparkonzept
  • Unternehmen in Verarbeitung, Handel und Gastronomie verarbeiten ausschließlich Bio-Produkte
  • Vorzug der Haltung und des Bezugs alter Haus- und Nutztierrassen sowie des Anbaus und Bezugs ursprünglicher Getreide-, Obst- und Gemüsesorten in Direktvermarktung sowie Verarbeitung, Gastronomie und Handel
  • Selbstbetrieb oder Beteiligung an einer Biomasse- bzw. Biogas-, Wasserkraft-, Geothermie-, Solar-, Photovoltaik- oder Windkraftanlage (Deckung von 20 Prozent des betrieblich genutzten Stroms)

Neues Logo für mehr Markenklarheit

Bisher zeigte das Logo des freiwilligen Biokreis-Standards die Farben des Verbands sowie die Aufschrift „regional & fair“. Um zu verdeutlichen, dass die ökologische Erzeugung nach den Richtlinien des Verbandes unabdingbare Voraussetzung für die Regional- und Fair-Zertifizierung ist, wurde das neue Logo mit dem Biokreis-Markenzeichen verbunden.

Das neue Design des Biokreis Regional- und Fair-Logos.

„Regionalität und Fairness gehören beim Biokreis genauso zusammen wie ökologsicher Landbau und gesunde Ernährung. Das ist eine nachhaltige Verbindung, für die das neu gestaltete Logo künftig Wegweiser auf den Produkten sein wird,“ erläutert Brunnbauer. (dan)

Über die Zertifizierung

Die Regional- und Fair-Zertifizierung wurde 2007 gegründet und ist ein freiwilliger Standard, den Mitglieder im Biokreis zusätzlich zu den Biokreis-Richtlinien erfüllen können. Er steht Unternehmen aus Gastronomie, Verarbeitung und Handel sowie Imkereien und direktvermarktenden landwirtschaftlichen Betrieben offen.

Als Grundlage zur Bewertung gibt es ein Punktesystem, in dem jedes zertifizierte Unternehmen mit Maßnahmen aus den Richtlinien individuell Punkte sammelt. Die genauen Zertifizierungsvoraussetzungen (z.B. Definition der Regionalität bei Biokreis) sind für Unternehmen und Konsumenten offen einsehbar.

Zu den Regional- und Fair-Richtlinien

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