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Bio wächst weiter – in Europa und weltweit

Auch im Jahr 2017 verzeichneten der europäische und der internationale Biosektor ein starkes Flächen- und Marktwachstum. Allein in Europa wuchs der Bio-Umsatz um rund 11 Prozent. Das gaben das FiBL und seine Partner im Rahmen der Biofach in Nürnberg bekannt.
13.02.2019
Auch im Jahr 2017 verzeichneten der europäische und der internationale Biosektor ein starkes Flächen- und Marktwachstum. Allein in Europa wuchs der Bio-Umsatz um rund 11 Prozent. Das gaben das FiBL und seine Partner im Rahmen der Biofach in Nürnberg bekannt.

Auch im Jahr 2017 verzeichneten der europäische und der internationale Biosektor ein starkes Flächen- und Marktwachstum. Allein in Europa wuchs der Bio-Umsatz um rund 11 Prozent. Diese und weitere Zahlen stellte das FiBL gemeinsam mit seinen Partnern, der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und IFOAM Organics International, anlässlich der Biofach in Nürnberg vor.

Bio-Zahlen Europa

Europäische Ökofläche

2017 wurden in Europa 14,6 Mio. Hektar ökologisch bewirtschaftet (EU: 12,8 Mio. Hektar). Insgesamt nahm die Ökofläche in Europa um rund eine Mio. Hektar, bzw. 0,8 Mio. Hektar in der EU, zu. Das entspricht einem Zuwachs von 7,6 Prozent in Europa und 6,4 Prozent in der EU. Die Biofläche macht in Europa 2,9 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche und in der EU 7,2 Prozent aus.

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Europäische Länder mit der größten Ökofläche:

  • Spanien: 2,1 Mio. Hektar
  • Italien: 1,9 Mio. Hektar
  • Frankreich: 1,7 Mio. Hektar

Europäische Länder mit dem höchsten Bioanteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche:

  • Liechtenstein: 37,9 Prozent
  • Österreich: 24 Prozent

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Produktion und Verarbeitung

Anzahl der Produzenten:

  • Europa: 390.000 (Wachstum 7 Prozent)
  • EU: 300.000 (Wachstum: 4 Prozent)

Anzahl der Verarbeiter:

  • Europa: 71.000
  • EU: 68.000

Anzahl der Importeure:

  • Europa: 5.300
  • EU: 4.600

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Umsatzentwicklung

Laut FiBL-Bericht verzeichnete der europäische Markt 2017 ein Wachstum von knapp 11 Prozent, womit er zum dritten Mal seit der Finanzkrise zweistellig gewachsen ist. Innerhalb Europas ist die EU nach den Vereinigten Staaten der zweitgrößte Binnenmarkt für Bioprodukte.

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Einzelhandelsumsätze:

  • Europa: 37,3 Mrd. Euro (Vergleich USA: 40 Mrd. Euro)
  • EU: 34,3 Mrd. Euro

Pro-Kopf-Ausgaben für Biolebensmittel

  • Europa: 47 Euro
  • EU: 67 Euro

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Bio-Zahlen International

Internationale Ökofläche

Ähnlich wie in Europa setzte sich der positive Bio-Trend auch auf globaler Ebene fort. Insgesamt 69,8 Mio. Hektar Landwirtschaftsfläche wurden Ende 2017 biologisch bewirtschaftet. Das sind 20 Prozent bzw. 11,7 Mio. Hektar mehr als 2016 und somit das stärkste Wachstum, das je verzeichnet wurde. Weltweit werden 1,4 Prozent der Landwirtschaftsfläche biologisch bewirtschaftet, in 14 Ländern waren es 2017 sogar mindestens 10 Prozent. Darüber hinaus nahm die Biolandwirtschaftsfläche auf allen Kontinenten zu.

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Länder mit der größten ökologischen Anbaufläche:

  • Australien: 36,5 Mio. Hektar
  • Argentinien: 3,4 Mio. Hektar
  • China: 3 Mio. Hektar

Verteilung der globalen Biolandwirtschaftsfläche:

  • Ozeanien: 51,4 Prozent, 35,9 Mio. Hektar
  • Europa: 21 Prozent, 14,6 Mio. Hektar
  • Lateinamerika: 11,5 Prozent, 5 Mio. Hektar

Länder mit dem höchsten Bioanteil an der Gesamtlandwirtschaftsfläche:

  • Liechtenstein: 37,9 Prozent
  • Samoa: 27,6 Prozent
  • Österreich: 24 Prozent

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Produktion und Verarbeitung

2017 gab es 2,9 Mio. Bioproduzenten weltweit, das waren fünf Prozent mehr als 2016.

Länder mit den meisten Produzent*innen:

  • Indien: 835.200
  • Uganda: 210.352
  • Mexiko: 210.000

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Umsatzentwicklung

  • Internationaler Einzelhandelsumsatz: 97 Mrd. US-Dollar (ca. 90 Mrd. Euro)

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Weltweit größte Märkte:

  • Vereinigte Staaten: 40,0 Mrd. Euro
  • Deutschland: 10[nbsp]Mrd. Euro
  • Frankreich: 7,9[nbsp]Mrd. Euro
  • China: 7,6[nbsp]Mrd. Euro



Über die Datenerhebungen

Die Datensammlung zum Biolandbau in Europa wurde gemeinsam von FiBL und AMI durgeführt und erfolgte im Rahmen der globalen Erhebung zum ökologischen Landbau, die vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, dem Internationalen Handelszentrum ITC, dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit, der NürnbergMesse und IFOAM - Organics International unterstützt wird. Die gesamte Studie ist in Form des statistischen Jahrbuchs „The World of Organic Agriculture“, herausgegeben vom FiBL und dem Weltdachverband des Biolandbaus IFOAM – Organics International, erhältlich.

Zur Studie „The World of Organic Agriculture“

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