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Österreich

Bio-Umsatz knackt die Zehn-Prozent-Marke

Im ersten Halbjahr 2020 haben die Österreicher fast 20 Prozent mehr Geld für frische Bio-Lebensmittel ausgegeben als im Vorjahreszeitraum. Das meldete die Agrarmarkt Austria Marketing (AMA) – und lieferte noch mehr Details.

30.09.2020 vonLeo Frühschütz

Im ersten Halbjahr 2020 gab ein österreichischer Haushalt im Durchschnitt 97 Euro für Bio-Lebensmittel aus.

Im ersten Halbjahr 2020 haben die Österreicher fast 20 Prozent mehr Geld für frische Bio-Lebensmittel ausgegeben als im Vorjahreszeitraum. Das meldete die Agrarmarkt Austria Marketing (AMA) – und lieferte noch mehr Details.

In Österreich haben die Verbraucher im ersten Halbjahr dieses Jahres knapp ein Fünftel mehr Geld ausgegeben als in demselben Zeitraum in 2019. So erreichte der Bio-Umsatz laut neuestem Haushaltspanel der Agrarmarkt Austria Markteing (AMA) bei der Frische im Juni 2020 erstmals zehn Prozent.

Bezogen auf das gesamte erste Halbjahr wiesen Milch und Eier mit 21,5 und 19,4 Prozent die höchsten Anteile auf. Bei beiden Segmenten gingen die Umsatzanteile verglichen mit dem Vorjahreszeitraum allerdings leicht zurück, was die AMA bei den Eiern mit mangelnder Verfügbarkeit erklärte.

Corona macht Verbraucher sensibler für Lebensmittelqualität

Kartoffeln, Gemüse und Fruchtjoghurt lagen ebenfalls weit über dem Durchschnitt. Die geringsten Umsatzanteile weisen weiterhin – wie in Deutschland auch - die Fleischprodukte auf. „Corona konnte das stetige Wachstum von Bio nicht stoppen", erklärte Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing. Er führte dies darauf zurück, dass Corona die Menschen sensibler für die Qualität und Herkunft von Lebensmitteln gemacht habe. Basis der Umsatzzahlen ist übrigens ein Haushaltspanel der Unternehmen GFK und Keyquest.

Größter Anteil an Bio-Umsatz im LEH

Die AMA legte auch Zahlen für das gesamte Jahr 2019 vor. Demnach gaben die Österreicher 2019 2,06 Milliarden Euro für Bio-Lebensmittel aus. Mehr als drei Viertel des Umsatzes entfiel auf den LEH, während Fachhandel und Direktvermarkter auf 15 Prozent Marktanteil kamen. Weitere sieben Prozent entfielen auf die Gastronomie. Innerhalb des LEH steuerten die Discounter 28 Prozent zum Bio-Umsatz bei, die Vollsortimenter 72 Prozent.

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