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Jahresbilanz

Bio bei DM weiter auf Wachstumskurs

Der Umsatz mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln und Naturkosmetik ist bei der Drogeriemarktkette deutlich gestiegen. Zur erhöhten Nachfrage trug offenbar auch die Corona-Pandemie bei.

17.11.2020 vonDaniela Nickel

DM beobachtete im Zuge der Corona-Pandemie eine sinkende Nachfrage an dekorativer Kosmetik. Dafür legten andere Sortimentsbereiche zu.

Der Umsatz mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln und Naturkosmetik ist bei der Drogeriemarktkette deutlich gestiegen. Zur erhöhten Nachfrage trug offenbar auch die Corona-Pandemie bei.

Die Drogeriemarktkette DM hat im Geschäftsjahr 2019/2020 mit Bio-Lebensmitteln ein Wachstum "im zweistelligen Prozentbereich" verzeichnet. "Auch im Bereich Naturkosmetik zeigt sich eine positive Entwicklung“, so Sebastian Bayer, DM-Geschäftsführer für Marketing und Beschaffung, auf Nachfrage von BioHandel. Eine genaue Zahl war von dem Unternehmen nicht zu erfahren.

Durch Maskenpflicht, Ausgangsbeschränkungen und Arbeit im Homeoffice sei die Nachfrage nach dekorativer Kosmetik bei DM stark gesunken. Dafür kauften die Kunden neben Bio- und Naturkosmetikprodukten auch mehr Artikel aus dem Gesundheits- sowie Haushaltssortiment, teilt das Unternehmen mit. Laut Bayer wolle man künftig in diese Sortimente investieren und je nach Bedarf neue Produkte anbieten. Aktuell führt die Drogeriemarktkette rund 1.500 Bio-Artikel, 200 davon tragen laut einer Presseinformation das Naturland- oder Demeter-Siegel.

DM 2019/20

  • Filialen: 2024
  • Mitarbeiteranzahl: 40.436, davon 3.362 Azubis
  • Neueröffnungen: 60 Märkte, davon 33 nach Renovierung wiedereröffnet
  • Durchschnittliche Verkaufsfläche: 627 Quadratmeter
  • Anzahl Bio-Produkte: rund 1.500, davon 200 mit Demeter- oder Naturland-Siegel

Anm.d.Red.: Die Zahlen stammen aus einer Pressemitteilung von DM und beziehen sich auf den deutschen Markt.

Insgesamt erzielte der Konzern einen Umsatz von 11,52 Milliarden Euro. Auf den deutschen Markt entfallen davon 8,54 Milliarden Euro. Für DM-Deutschland bedeutet das ein Plus von 2,1 Prozent, und damit rund ein Drittel weniger Wachstum als im Vorjahr. Das gab Christoph Werner, Vorsitzender der DM-Geschäftsführung, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bekannt. Trotz des Einbruchs zeigte sich Werner zufrieden mit den Umsatzzahlen, da ihmzufolge die Kundenfrequenz, wie auch im Bio-Fachhandel, als Auswirkung der Corona-Pandemie zurückgegangen ist.

DM will in digitale Angebote investieren

Als Maßnahme im Umgang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie hat DM neben Mengenanpassungen in den Bereichen Desinfektionsmittel, Masken und Toilettenpapier die „Click and Collect“-Expressabholung eingeführt: Kunden ordern Produkte via App oder Online-Shop und können die Bestellung drei Stunden später im Markt abholen.

Laut DM-Chef Werner wolle das Unternehmen weiter in digitale Angebote investieren, da man in Innenstadt-Filialen weniger Kunden verzeichnet. Marktschließungen seien nicht geplant. Im kommenden Jahr sollen neue Filialen dazukommen. Jedoch müsse man über kurz oder lang „dahin gehen, wo der Kunde ist“, so Werner.

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