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Sortiment - Fertig-Suppen: Genuss für Eilige liegt im Trend (BioHandel 10/2014)

Für Menschen, die keine Zeit oder Lust haben, ihr eigenes Süppchen zu kochen, sind Fertigprodukte in Bio-Qualität eine schnelle Alternative. Und klar im Vorteil gegenüber konventionellen Produkten.
01.10.2014
Für Menschen, die keine Zeit oder Lust haben, ihr eigenes Süppchen zu kochen, sind Fertigprodukte in Bio-Qualität eine schnelle Alternative. Und klar im Vorteil gegenüber konventionellen Produkten.
(Fotos: Fotolia.com / Kati Neudert )

Ein Teller Suppe ist immer willkommen – als Auftakt zu einem schönen Menü oder kleine Mahlzeit für sich. Doch nicht jeder, der gerne Suppe isst, ist auch ein begeisterter Koch. Trotzdem muss niemand leer aus- oder ins Restaurant gehen, denn die Hersteller bieten eine große Auswahl leckerer Produkte in Bio-Qualität. Sie sind fix und fertig zubereitet und müssen nur noch aufgewärmt und serviert werden. Das Spektrum reicht von feinen Gourmetsuppen mit klangvollen Namen über landestypische Spezialitäten aus aller Welt bis hin zum kräftig-deftigen Eintopf. Bei der Entwicklung der Rezepturen sind nicht selten gute Köche beteiligt, die dafür Sorge tragen, dass die Qualität auch kulinarisch stimmt. Die Suppen und Eintöpfe sind vegetarisch, vegan oder mit (Bio)-Fleischeinlage, für Menschen mit Unverträglichkeiten gibt es laktose- und glutenfreie Varianten. Zu unterscheiden sind frische Suppen im Kühlregal und Konserven, die ungekühlt aufbewahrt werden können.

Haltbare und frische Suppen ergänzen sich zu einem runden Angebot für die Kunden

Während die Suppen und Eintöpfe in Dose und Glas lange Zeit haltbar sind und deshalb auch als eine Art eiserne Reserve dienen können, sind frische Suppen für den baldigen Verzehr gedacht. Alle Varianten haben ihre Vorzüge und ergänzen sich zu einem runden Angebot. Gemeinsam haben sie die Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau sowie den Verzicht auf unnötige Zusatzstoffe, die in konventionellen Produkten zu finden sind: Künstliche Farb- und Aromastoffe, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker sowie die als Emulgatoren eingesetzten Mono- und Diglyceride oder Verdickungsmittel wie Maltodextrin, die tierischen Ursprungs oder gentechnisch verändert sein können. All dies kommt bei bio nicht in die Suppe. Viele Bio-Hersteller verzichten zudem freiwillig auf die Zugabe des bei Bio erlaubten Hefeextrakts, der wie ein natürlicher Geschmacksverstärker wirkt.

Die Verpackung ist indes auch hier ein wunder Punkt, den die Hersteller auf unterschiedliche Weise angehen. Tartex, Pichler Naturfleisch und La Selva haben sich für Glas entschieden, eine hochwertige und teure Verpackung. Glas reagiert nicht mit Lebensmitteln, das Problem kann allerdings im Deckel sitzen – in Form von PVC, das die Dichtheit garantieren soll, aus dem sich aber Weichmacher lösen können. Zwar gibt es inzwischen PVC-freie Deckel, sie sind aber noch nicht sehr verbreitet. Da Glas auch bruchanfällig und lichtdurchlässig ist, greifen andere Biohersteller wie Ökoland und Eden für ihre Fertigsuppen zu Dosen. „Sie ermöglichen allein durch Erhitzen des Lebensmittels seine lange Haltbarkeit. Außerdem erhalten sie die Qualität und den Nährwert der Nahrungsmittel, da Metall für Sauerstoff und Licht eine totale Barriere darstellt“, erklärt Marlene Hansen von Ökoland die Entscheidung. Um eine Reaktion zwischen Dosenblech und Lebensmittel zu verhindern, besitzen Dosen eine Innenbeschichtung aus Epoxidharzlack, der Bisphenol A (BPA) enthält – eine Substanz, die in Spuren ins Lebensmittel übergehen kann.

Stoffe in der Beschichtung der Verpackungen sind nach wie vor umstritten

Wegen seiner hormonellen Wirkung sowie weiteren möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit werden der Stoff und sein Gefahrenpotenzial seit Jahren kontrovers diskutiert. Ökoland gab deshalb eine Untersuchung der Verpackung in Auftrag. „In keinem unserer Produkte konnte Bisphenol A nachgewiesen werden. Das heißt, wir müssen den Stoff in den Beschichtungen derzeit zwar akzeptieren, ebenso wie die Tatsache, dass generell aus Verpackungsmaterialien Stoffe in die Umwelt migrieren, aber die Migration von BPA ist in unseren Produkten nicht einmal in Spuren erkennbar“, erklärt Marlene Hansen. Tetrapacks, wie etwa Lima sie verwendet, stoßen bei deutschen Verbrauchern im Suppensektor auf wenig Akzeptanz. Im Frischebereich werden Becher aus Hartplastik verwendet, die laut Gesetz für Lebensmittel zugelassen sind und in Untersuchungen keine Migration aufwiesen.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Suppen ist der tatsächliche Gemüse- oder Hülsenfruchtanteil eines Produkts. Da gibt es ziemliche Unterschiede – zwischen bio und konventionell, aber auch im Biosektor selbst. Dank der bei Bio üblichen Volldeklaration, die auch bei Unverträglichkeiten wichtig ist, lässt sich schnell erkennen, mit welchem Anteil die einzelnen Zutaten im Endprodukt enthalten sind.

Was Kunden wissen wollen

1 Wie lange halten frische Suppen und Konserven? Ungeöffnet gilt das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum, einmal geöffnet, sollten alle Suppen zügig verzehrt werden. Bei den eher kleinen Portionen ist das allerdings auch kein Problem. Frische Suppen gehören in den Kühlschrank, Konserven werden am besten an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt.

2 Macht so eine Fertigsuppe denn satt? Kommt darauf an. Manche Suppen sind eher als Vorspeise gedacht und daher relativ flüssig. Andere – beispielsweise Eintöpfe – sind gehaltvoller, vor allem, wenn sie proteinhaltige Hülsenfrüchte oder Fleisch enthalten.

3 Schmecken diese Suppen auch gut? Die Suppen werden nach ausgefeilten Rezepturen zubereitet, die viele Menschen mögen. Manche sind sogar von Spitzenköchen entwickelt und besitzen Feinschmeckerqualitäten. Wer will, kann dem Suppengenuss mit etwas süßer oder saurer Sahne oder veganer Sojacreme, gehackten frischen Kräutern oder Nüssen auf die Sprünge helfen.

4 Was mache ich mit dem Verpackungsmüll? Leider geht es in diesem Sektor nicht ohne Müll. Glas und Dosen werden am besten recycelt, die Plastikbecher in denen frische Suppen verkauft werden, kann man zum Einfrieren oder Aufbewahren nutzen. Ein Hersteller empfiehlt, Löcher in den Becherboden zu bohren und Blumensetzlinge darin zu pflanzen.

Blick in die Suppentöpfe

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