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Getreideprodukte

Getreide ist der traditionelle Kernbereich des Naturkostladens. Die Vorteile von Bio-Getreideprodukten: Sie stammen aus ökologischem Anbau, und künstliche Zusätze sind nicht erlaubt.
14.07.2016 vonGudrun Ambros
Getreide ist der traditionelle Kernbereich des Naturkostladens. Die Vorteile von Bio-Getreideprodukten: Sie stammen aus ökologischem Anbau, und künstliche Zusätze sind nicht erlaubt.

Bulgur stammt aus dem Nahen und Mittleren Osten. Hartweizen wird eingeweicht, mit sehr wenig Wasser gekocht, dann luftgetrocknet und anschließend geschält und grob zerkleinert.

Grieß ist grob gemahlenes Mehl, in der Biobranche gerne aus vollem Korn. Es lässt sich wie Mehl verwenden, klassisch ist sein Einsatz für Brei, Auflauf und Klößchen.

Couscous, eine arabische Spezialität, entsteht aus geschältem und dann grob gemahlenem Hart[-]weizen. Der Schrot wird angefeuchtet, zu Kügelchen gerollt, unter Wasserdampf vorgegart und getrocknet.

Flocken Um Flocken herzustellen, darrt man Getreide zunächst an, danach schält man es eventuell.Anschließend wird es gedämpft und gewalzt.

Pops In Salzwasser eingeweichte Körner werden heißem Wasserdampf und großem Druck ausgesetzt. Beim Druckabfall formt sich die Stärke um und das Korn vergrößert sein Volumen.

Flakes nach traditionellem Herstellungsverfahren wird das Korn gekocht, gesüßt und mit Salz gewürzt, ausgewalzt, getrocknet und geröstet. Oft entstehen Flakes auch aus Teig, der unter Druck gekocht, durch Düsen gepresst, gewalzt und geröstet wird.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Bulgur, Couscous Grieß und auch Flocken sind Getreide pur. Letztere gibt es immer öfter auch in Form von Crunchys, kleinen gesüßten Clustern mit hohem Flocken-Anteil. Pops und die meisten Flakes werden mit etwas Salz und Zucker, Sirup oder Honig aromatisiert.
  • Bio-Frühstücks-Cerealien dürfen nicht vitaminiert, mineralisiert, gefärbt oder aromatisiert werden, was bei konventionellen Produkten durchaus üblich ist. Die Demeter-Vorschriften sind noch strenger: Extrudieren und Puffen sind nicht erlaubt.
  • Natürliche Vitamine müssen nicht deklariert werden, zugesetzte hingegen schon. Wenn auf den Verpackungen konventioneller Cerealien Angaben zu Vitamingehalt stehen, auf den Verpackungen der Bio-Cerealien nichts, sollten sich Kunden nicht irritieren lassen.
  • Getreide pur kann der Mensch schlecht verwerten. Zerkleinern, Einweichen, Kochen und Backen hilft, Nährstoffe leichter aufzunehmen. Schädliche Stoffe werden durch die Verarbeitung unschädlich gemacht. Aber: hitzeempfindliche Vitamine können zerstört werden.
  • Rohkost-Qualität hat unter den hier vorgestellten Verarbeitungsformen von Getreide nur der Grieß. Bei allen anderen kann nicht garantiert werden, dass die während der Herstellung erreichte Temperatur durchgängig unter 40 Grad liegt.

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