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Bio im Test

Birnensaft mit Deklarationsmängeln

Die Stiftung Warentest wertete zwei Birnensäfte ab, darunter den einzigen Bio-Vetreter im Test. Der Grund: Vitamin C.

24.03.2022 vonRedaktion

Birnensaft schmeckt süßer als Apfelsaft obwohl beide mit etwa zehn Prozent gleichviel fruchteigenen Zucker enthalten. „Der fruchteigene Zucker in Birnensaft ist anders zusammengesetzt als der im Apfelsaft: Er enthält im Schnitt weniger Glukose, dafür mehr Fruktose“. Und diese habe eine stärkere Süßkraft, erläutert die Stiftung Warentest.

Die Stiftung Warentest wertete zwei Birnensäfte ab, darunter den einzigen Bio-Vetreter im Test. Der Grund: Vitamin C.

Vier reine Birnensäfte und sechs Apfel-Birnen-Mischsäfte hatten die Tester eingekauft. Der klare Birnensaft von Voelkel war das einzige Bio-Produkt im Test. Er schnitt mit „befriedigend (3,2)“ ab, auch die anderen drei reinen Birnensäfte waren „befriedigend“.

Bei Voelkel und einem konventionellen Saft (mit der Sensorik-Bestnote1,0) hatte die Stiftung die Deklaration beanstandet und mit der Teilnote „4,5“ bewertet. Der Grund: ein nicht angegebener Zusatz von Vitamin C.

Zusatzstoff nicht deklariert

Dieses komme in Apfel- und Birnensaft kaum vor, erläuterte die Stiftung. „Der ohnehin geringe Gehalt in den Früchten geht beim Pressen und Pasteurisieren verloren“. Dennoch habe man in allen zehn Säften Vitamin C nachgewiesen.

Dieses werde den Säften oft zugesetzt, „meist als Antioxidationsmittel Ascorbinsäure, um zu verhindern, dass sie braun werden“.

Bei acht Säften stand der Vitamin-C-Zusatz auf der Verpackung. „Van Nahmen und Voelkel sind die einzigen, die keine Angabe auf der Flasche machen, die den Vitamin-C-Gehalt erklärt“, schreiben die Tester. (leo)

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