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Was Bioläden bei der Nutzung von Google Ads beachten sollten

Dank Google Ads können auch Läden mit kleinem Budget wirkungsvolle Anzeigen im Internet schalten. Bei einer Funktion des Anbieters sollten Ladner jedoch vorsichtig sein, um die Kundschaft nicht zu verärgern.

26.07.2021 vonBernd Schüßler

Dank Google Ads können auch Läden mit kleinem Budget wirkungsvolle Anzeigen im Internet schalten. Bei einer Funktion des Anbieters sollten Ladner jedoch vorsichtig sein, um die Kundschaft nicht zu verärgern.

Google Ads bietet eine preiswerte Möglichkeit, um im Web lokale Anzeigen zu schalten. Die Einrichtung des digitalen Werbesystems erscheint auf den ersten Blick recht einfach. Die Anzeigen sind mit wenigen Klicks online und zum Start erhält man manchmal auch ein Gratis-Guthaben.

Mittlerweile konzipiere und schalte ich mit der Gesellschaft für Bio-Marktentwicklung für zahlreiche Bioläden Google-Ads-Kampagnen. Teilweise werde ich auch dazugeschaltet, um bestehende oder geplante Anzeigen zu checken und zu optimieren.

Dabei fällt mir neben manch anderen Punkten immer wieder eine Sache auf. Die Google Ads vieler Bioläden werden auch im sogenannten „Displaynetzwerk“ von Google geschaltet. Das bedeutet, dass die Anzeigen nicht nur in der Google-Suche, auf Google-Maps, Youtube oder anderen zu Google gehörenden Seiten erscheinen. Darüber hinaus könnte die Werbung auch auf über zwei Millionen Websites sowie in Videos und Apps ausgespielt werden. Wann und wo sie konkret erscheinen, hängt damit zusammen, welche Webseiten der Internetnutzer in der Vergangenheit besucht hat.

Ein Beispiel: Ein Internetnutzer hat kürzlich die Webseite des Bioladen Neustadt besucht und dort die gewünschte Info gefunden. An den Tagen darauf surft er auf verschiedenen Seiten privater Nachrichtenportale, auf Seiten zum Thema Gesundheit und einigen mehr. Dort werden ihm nun immer wieder Anzeigen des Bioladen Neustadt ausgespielt und der Kunde fragt sich, was das soll.

Diese penetranten immer wiederkehrenden Anzeigen können Verbraucher ganz schön nerven. Außerdem passt das Verfolgen der Kundenaktivitäten im Netz auch nicht zum Grundgedanken der meisten Bioläden.

Fazit: Überlegen Sie sich genau, ob und wie Sie sowohl die Option „Displaynetzwerk“ als auch andere Funktionen bei der Planung Ihrer Google-Ads-Kampagnen nutzen wollen und informieren Sie sich über die entsprechenden Auswirkungen auf Ihr Geschäft.

Nichtsdestotrotz sind Google Ads – richtig programmiert – eine hervorragende und meist sehr kosteneffiziente Methode zur Neukundengewinnung. Das gilt nicht nur, aber besonders für die jüngere Kundschaft. Lokale Bioläden, die sich diese Werbemöglichkeit nutzen, überlassen dieses Feld nicht komplett Bio-Filialisten und dem LEH – denn diese geben hier derzeit mächtig Gas.

Beste Grüße aus Freiburg und eine schöne Woche

Bernd Schüßler

Bernd Schüßler

Nachhaltige Unternehmenskommunikation
Marketingagentur und Unternehmensberatung

Neumattenstraße 12
79102 Freiburg

Tel.: (0761) 20899838
www.berndschuessler.de

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