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Bioläden sollten mehr haben, als nur einen Eintrag bei Google

Meine Erfahrung als Berater hat gezeigt: Bioläden müssen ein Mindestmaß an Digital-Knowhow haben. Auch weil im Netz vieles miteinander zusammenhängt.

13.09.2021 vonBernd Schüßler

Meine Erfahrung als Berater hat gezeigt: Bioläden müssen ein Mindestmaß an Digital-Knowhow haben. Auch weil im Netz vieles miteinander zusammenhängt.

Sollten wir als Bioladen einen Facebook-Account haben? Sollten wir bei Google Anzeigen schalten? Sich um solche Fragen zu kümmern und entsprechend zu handeln, ist wichtig. Als Berater unterstütze ich Läden, die für sie passenden Maßnahmen zu finden zu können, individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten.

Vor einer Entscheidung, was genau für den jeweiligen Laden passt, versuche ich mittlerweile immer, zu schauen, wie viel grundsätzliches Wissen im Bereich Digitalisierung bei den Läden vorhanden ist. Oft vermittele ich dann erstmal wesentliche Grundlagen, die jeder wissen sollte, der Schritte im Bereich Digitalisierung gehen will. Drei Punkte möchte ich hierzu in meinem heutigen Tipp nennen:

1. Im Internet hängt fast alles mit fast allem zusammen

Ein Beispiel: Wenn Sie heute für Ihren Bioladen ein Facebook-Account anlegen, wird dieser eventuell automatisch mit Ihrem Google-Eintrag verknüpft. Diese Verknüpfung können Sie nicht entfernen. Sollten ihr letzter Facebook-Post schon Jahre zurückliegen, weil Sie die Seite nicht mehr pflegen, sehen das auch potenzielle Neukunden, die Ihren Laden über Google finden. Die denken sich dann womöglich, dass es Ihr Geschäft nicht mehr gibt. Und der Google-Algorithmus interpretiert das eventuell ähnlich.

2. Die Digitalisierung des eigenen Bioladens muss zu den Menschen im Laden passen

Sie sind als Ladnerin oder Ladner überhaupt nicht internetaffin und haben auch weder Zeit noch Lust auf Facebook und Instagram? Und Sie haben auch keine Person im Laden, die das machen möchte und wahrscheinlich als Mitarbeitende langfristig dem Laden erhalten bleibt? Dann ist Facebook oder Instagram vielleicht auch einfach nicht das Richtige. Eine ansprechende Webseite und ein guter Google-Eintrag sind in diesem Fall ausreichend. Denn da müssen Sie sich um nichts regelmäßig kümmern beziehungsweise können dies für wenig Geld im Monat an einen Berater übertragen. So mache ich es mittlerweile für zahlreiche Bioläden und rate ihnen eher ab, auch bei Facebook aktiv zu werden.

3. Der Onlinehandel ist die Zukunft?

Läuft irgendwann alles nur noch übers Internet? Aus meiner Sicht nicht. Sogar im Buchhandel werden weiterhin rund 75 Prozent der Umsätze in stationären Buchläden gemacht. Eine Onlinepräsenz und idealerweise weitere Einträge im Netz sind wichtig. Doch einen Onlineshop zu eröffnen, ist eine ganz andere Nummer, die wohl überlegt sein sollte. Während ein Webshop für den einen Bioladen eine sinnvolle Erweiterung sein kann, ist es für einen anderen die ideale Methode, um Geld nutzlos auszugeben und damit Verluste einzufahren. Geld, das für andere Sachen, und sei es den eigenen Urlaub, deutlich besser investiert ist.

Beste Grüße aus Freiburg und eine schöne Woche

Bernd Schüßler

Bernd Schüßler

Nachhaltige Unternehmenskommunikation
Marketingagentur und Unternehmensberatung

Neumattenstraße 12
79102 Freiburg

Tel.: (0761) 20899838
www.berndschuessler.de

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