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Bio im Test

Den besten Smoothie gibt's in der Drogerie

Ökotest hat Smoothies ins Labor geschickt. Das fand in fast allen Produkten Pestizidspuren und viel Zucker. Bio-Smoothies schnitten am besten ab.

28.01.2022 vonLeo Frühschütz

„Smoothies sind Zuckerbomben“, warnt Ökotest. (Symbolbild)

Ökotest hat Smoothies ins Labor geschickt. Das fand in fast allen Produkten Pestizidspuren und viel Zucker. Bio-Smoothies schnitten am besten ab.

Alle vier Bio-Smoothies im Test waren frei von Pestiziden, dazu noch eines der 16 konventionellen Produkte. Alle anderen enthielten ein bis drei Pestizide in Spuren, darunter sehr oft das krebsverdächtige Fungizid Captan.

Die Bestnote „sehr gut“ gab es für den Bio-Smoothie von DM. Die Kollegen von Alnatura, Proviant und Voelkel erhielten jeweils ein „gut“. Bei Alnatura bemängelten die Ökotester, dass kein Vitamin C nachweisbar war, bei Proviant und Voelkel (und den meisten konventionellen Smoothies) war ihnen der Gehalt an fruchteigenem Zucker zu hoch. Der entspreche mit mehr als 10 Prozent in etwa dem Zuckergehalt einer Limo oder Cola, schrieb Ökotest.

Wegen der Pestizidspuren, anderer Schadstoffe und dem Zuckergehalt lagen die meisten konventionellen Smoothis zwischen „befriedigend“ und „mangelhaft“.

Das Ökotest-Fazit: „Smoothies sind Zuckerbomben. Aber sie enthalten immerhin noch einige wertvolle Bestandteile aus Früchten.“

Alnatura billiger als DM

Für die konventionellen Eigenmarken zahlten die Ökotest-Einkäufer zumeist 0,89 Euro für die 250-ml-Flasche. Die Bio-Eigenmarken waren für 1,13 (Alnatura) und 1,28 (DM) zu haben. Die konventionellen Herstellermarken wie Innocent oder True Fruits lagen zwischen 1,69 und 2,39, Proviant und Voelkel kosteten 2,07 und 2,22.

Alle hochpreisige Smoothies wurden in Glas angeboten, die günstigen Varianten fast alle in PET-Flaschen, zum Teil mit 50 oder 100 Prozent Rezyklaten.

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