Zum Consentmanager springen Biohandel
Erfolgreich mit Bio handeln.

Mehr Bio durch Kooperation: Praxisbeispiele aus der Branche

Podcast zum 22. Marktgespräch

Regionale Netzwerke, geteiltes Know-how, gemeinsame Projekte: Beim 22. BioHandel-Marktgespräch diskutierten Akteurinnen und Akteure aus Fachhandel, Verarbeitung, Verbänden, Medien und Gemeinschaftsgastronomie über konkrete Kooperationsmodelle.

Hat der Bio-Fachhandel eine Zukunft im Alleingang? Mit dieser Frage startete das 22. BioHandel-Marktgespräch auf der Biofach 2026. Diskutiert wurde, wo Kooperation bereits gelingt und was die Branche loslassen sollte, um gemeinsam voranzukommen.

Moderation des Marktgesprächs: Julian Stock, Biokaiser/Good Food Collective.
Durch den Podcast führt Julia Stockum vom bio verlag.

Die Teilnehmenden und ihre Kooperationsansätze

Prof. Dr. Katharina Reuter, Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW)

Plädiert für „Unbubbling“: Bio müsse Kooperation auch außerhalb der eigenen Branche suchen. Zusammenarbeit müsse mit „harten Zahlen und Fakten“ belegen, dass sie Märkte größer macht. Kooperation sei kein Add-on, sondern Voraussetzung, um Bio weiterzuentwickeln.

Dr. Philipp Stierand, Speiseräume / Kantine Zukunft

Zeigt, wie Kooperation in der Gemeinschaftsverpflegung wirkt: In Berlin begleitete Projekte erreichten im Schnitt 68 Prozent Bio – „im selben Budget mit selbem Personaleinsatz“.
Kooperation bedeutet hier: detaillierte Analyse, saisonale Speisepläne, weniger Convenience, Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“ mit Küchen.

Timm Duffner, Heyho & Friedemann Wecker, Bauck

Kooperation entlang der Wertschöpfungskette:
Bauck liefert Hafer und unterstützt im Qualitätsmanagement, Heyho integriert Menschen mit Barrieren in Arbeit. Wissen wird geteilt, trotz Wettbewerb im Regal. Duffner betonte: Wer über „100 Prozent Bio“ spricht, müsse „alle Ernährungsmomente der gesamten Gesellschaft mitdenken“. Da sei kein Platz für „kompetitive Klein-Klein-Logik“.

Oliver Scheiner, Schrot&Korn & Katja Morgenthaler, Atmo

Geplante Medienkooperation zwischen dem Bio-Fachhandelsmagazin Schrot&Korn und dem neu gegründeten Umweltmagazin atmo.
Beide betonen die gemeinsame Haltung zu Klima, Umwelt und Natur. Schrot&Korn bringt Reichweite sowie Expertise in Ernährung und Landwirtschaft ein, atmo ein breiteres Themenspektrum. Vertrieblich kommen sich beide nicht in die Quere. Inhalte sollen sich ergänzen, etwa durch Austausch von Hintergrundwissen und ausgewählten Beiträgen.

Matthias Beuger, AöL

Betont Transparenz als Grundlage funktionierender Kooperation. Einblicke müssten aktiv geteilt, auch Schwachstellen offengelegt werden. Kooperation beginne im eigenen Wirkungskreis. Sie müsse sichtbarer werden, damit deutlich werde, „dass es einen Mehrwert hat, wenn man sich zusammenschließt“.

Michael Kruse, Biomarkt Seenplatte / Naturkost Nordost

Setzt auf regionale Netzwerke. Sein Verbund vereint große und kleine Läden mit solidarischem Charakter.
Kooperation koste Zeit und verlange Kompromisse, stärke aber Austausch und Beziehungen. Entscheidend sei, das eigene Thema klar zu bespielen und offen für Partnerschaften zu bleiben.

Unseren Podcast hören Sie auch auf Spotify und überall da, wo es Podcasts gibt.

Unsere kostenfreien Newsletter

Jetzt anmelden!

Kommentare

Registrieren oder anmelden, um zu kommentieren.

Auch interessant: