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Steigende Bio-Umsätze im Frühjahr

BÖLW-Branchenzahlen

Das Geschäft mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken hat in den ersten drei Monaten des Jahres stärker zugelegt, als der Lebensmittelmarkt insgesamt. 

Das Geschäft mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken hat weiter zugelegt. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 6 Prozent auf insgesamt 4,91 Milliarden Euro. Diese Zahlen ließ der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) erstmals ermitteln. Das Bio-Umsatz-Plus liegt damit deutlich über der Teuerung von Lebensmitteln von zuletzt 1,8 Prozent und laut BÖLW auch über dem Umsatz des gesamten Lebensmittelmarkts, der im selben Zeitraum dem Verband zufolge um 2,5 Prozent zulegen konnte.

Spitzenreiter beim Bio-Umsatz-Wachstum waren demnach die Drogeriemärkte mit einem Plus von gut 14 Prozent. Ihr Anteil am Bio-Gesamtmarkt kletterte damit auf 12,8 Prozent. Auch der E-Commerce mit Bio baute seinen Umsatz deutlich zweistellig aus. Die meiste Bio-Ware vertrieben den BÖLW-Zahlen zufolge die Discounter mit einem Anteil von 30 Prozent, gefolgt von den Vollsortimentern mit 29 Prozent, dem Fachhandel mit 17 Prozent und dem E-Commerce mit rund 5 Prozent. Die restlichen 6 Prozent verteilen sich vor allem auf Hofläden, Bäckereien, Metzgereien, Wochenmärkte und Tankstellen.

So lief das 1. Quartal 2026 im Bio-Fachhandel

Umsatzbarometer: Kleine Läden verlieren am stärksten

1. Quartal 2026

Das erste Quartal des Jahres zeigt: Der Fachhandel muss um Umsätze und Kunden kämpfen. Selbst das Ostergeschäft ist kein Selbstläufer mehr.

Zweistelliges Wachstum im Bio-Trockensortiment verzeichneten Fleischersatzprodukte, Mehl, Süßwaren, Eis, Tiefkühlkost, Feinkost, Fertigprodukte, Heißgetränke und Backwaren. Dagegen verzeichneten Bier und Spirituosen deutliche Rückgänge. Im Frischesortiment wurde am meisten Umsatz mit Eiern und Fleisch gemacht, vor allem aufgrund von Preiserhöhungen. Umsatzrückgänge gab es bei Butter, Brot und Kartoffeln. 

„Bio bleibt auch in Krisenzeiten eine Wachstumsbranche, die bald 400.000 Arbeitsplätze schafft, kommentierte die BÖLW-Vorstandsvorsitzende Tina Andres und appellierte an die Politik: „Deutschland und die EU müssen bei ihrer Gemeinsamen Agrarpolitik den Beitrag von Bio zur Resilienz berücksichtigen und mehr Anreize für die Umstellung auf Ökolandbau schaffen.

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