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So viel Bio steckt in der AHV

Studie

Wie viel Bio steckt in der Außer-Haus-Verpflegung? Eine Studie von AMI und Ecozept Deutschland im Auftrag des BMLEH liefert Zahlen zum Bio-Einsatz in der AHV und zu den wichtigsten Produktgruppen.

Eine groß angelegte Studie der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und Ecozept Deutschland untersucht, wie stark Bio-Lebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung vertreten sind. Durchgeführt wird das Projekt „Bio in der AHV“ seit Anfang 2025 im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)

Zum Bio-Anteil in der Außer-Haus-Verpflegung gab es bislang keine aktuellen, validen Marktdaten. Die Studie soll diese Lücke schließen und politischen sowie wirtschaftlichen Entscheidern eine fundierte Grundlage liefern. 

Wie die Bio-Anteile in der AHV berechnet werden

Als zentrale Datengrundlage nutzt die Studie das Geo-Marketing-Großverbraucherpanel. Dieses erfasst produktgenau, welche Lebensmittel AHV-Betriebe bei Vollsortiment-Großhändlern einkaufen und zu welchen Preisen. Über diese Grossisten laufen rund zwei Drittel der Lebensmitteleinkäufe in der Außer-Haus-Verpflegung. Entsprechend belastbar sind die Daten zum Bio-Anteil in diesem Bereich.

Das übrige Drittel beschaffen Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie über andere Wege, zum Beispiel direkt bei Produktionsbetrieben oder über Spezialgroßhändler. Dazu zählen etwa Getränke und Backwaren. Diese Einkaufswege werden mit weiteren Marktdaten und Befragungen ergänzt. Deshalb nennt die Studie viele Ergebnisse als Spanne und die Zahlen können sich im weiteren Projektverlauf noch ändern.

Bio in der AHV: Die wichtigsten Ergebnisse der Studie

1. Wie hoch ist der Bio-Anteil in der AHV?

AHV-Betriebe kaufen jährlich Lebensmittel im Wert von rund 23,9 Milliarden Euro ein. Davon entfallen nach den bisherigen Studienergebnissen 703 bis 850 Millionen Euro auf Bio-Lebensmittel. Das entspricht einem Bio-Anteil von 3,1 bis 3,7 Prozent.

2. Welche Produktgruppen erreichen die höchsten Bio-Anteile?

Die höchsten Bio-Anteile entfallen auf alkoholfreie Getränke mit 7,8 bis 10,5 Prozent. Es folgen Molkereiprodukte einschließlich Eier mit 6,0 bis 6,7 Prozent sowie Obst und Gemüse mit 4,5 bis 6,7 Prozent. 

3. Welche Bio-Produkte werden in der AHV am häufigsten eingesetzt?

Nach Warenwert führen Milch, TK-Gemüse, Bohnenkaffee/Milchkaffee sowie TK-Brötchen die Rangliste an. Auch Pasta, Fleischersatz einschließlich Tofu, Butter, Naturjoghurt, Reis und Tomatenprodukte gehören zu den wichtigsten Bio-Produkten in der AHV. 

4. Bei welchen Produktgruppen ist Bio in der AHV am wenigsten vertreten?

Besonders niedrig sind die Bio-Anteile in der Gemeinschaftsverpflegung bei Frischfleisch mit 0,3 bis 0,4 Prozent und Frischfisch mit 0,5 Prozent. Auch frische Backwaren erreichen mit 0,9 bis 1,3 Prozent vergleichsweise geringe Bio-Anteile. 

5. In welchen Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung ist der Bio-Anteil am höchsten?

Im Großverbraucherpanel erreicht die Bildungsverpflegung mit 6,1 Prozent den höchsten Bio-Anteil. Es folgen Restaurants und Hotels mit Bedienung (Full Service) mit 4,4 Prozent sowie Betriebsrestaurants (Business/Industry) mit 3,5 Prozent. Erfasst sind hier nur Einkäufe über Grossisten.

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