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38 Euro pro Kopf für fair gehandelte Produkte

Fairtrade

Der Umsatz mit Fairtrade-Produkten in Deutschland hat 2025 weiter zugelegt. Unter anderem Kakao und Bananen treiben das Wachstum voran. Einen Absatzrückgang gab es bei fairem Kaffee. 

Der Markt für Fairtrade-Produkte in Deutschland wächst weiter: 2025 stieg der Umsatz auf 3,14 Milliarden Euro und überschritt damit erstmals die Marke von drei Milliarden Euro, wie Fairtrade Deutschland am Dienstag mitteilte. Das entspricht einem Plus von mehr als acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Verbraucherinnen und Verbraucher gaben im Schnitt rund 38 Euro pro Kopf für fair gehandelte Produkte aus. Fairtrade Deutschland bewertet das Ergebnis als wichtiges Signal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit steigenden Preisen und verhaltener Konsumstimmung.

Vor allem bei zentralen Produktgruppen legte der Absatz zu. Fairtrade-Bananen erreichten mit 130.550 Tonnen ein Wachstum von sieben Prozent und kommen der Organisation zufolge inzwischen auf einen Marktanteil von rund 17 Prozent. Besonders stark ist Fairtrade im Bio-Segment: Dort liegt der Anteil bei Bananen bereits bei 80 Prozent. Auch Fairtrade-Kakao entwickelte sich positiv. Der Absatz von Kakaobohnen stieg trotz rückläufigem Gesamtmarkt um rund 3,5 Prozent auf 92.100 Tonnen. Der Marktanteil liegt bei 21 Prozent.

Fairtrade-Rosen bleiben erfolgreichstes Fairtrade-Produkt

Beim Fairtrade-Kaffee erhöhte sich der Umsatz aufgrund gestiegener Kaffeepreise auf 1,04 Milliarden Euro. Gleichzeitig sank die Absatzmenge leicht auf 24.000 Tonnen. Der Marktanteil blieb mit fünf Prozent stabil. Rückläufig entwickelte sich dagegen der Absatz von Fairtrade-Blumen. Mit 472 Millionen verkauften Stielen fiel er um acht Prozent und verzeichnete damit den stärksten Rückgang seit der Corona-Pandemie. Dennoch bleiben Fairtrade-Rosen mit einem Marktanteil von 37 Prozent das erfolgreichste Fairtrade-Produkt.

Zusätzlich zum Verkaufspreis erhielten Produzentinnen und Produzenten rund 42 Millionen Euro an Fairtrade-Prämien aus dem deutschen Markt. Die Mittel fließen unter anderem in Investitionen vor Ort. Fairtrade Deutschland verweist zugleich auf steigende Anforderungen durch neue gesetzliche Vorgaben, den Klimawandel und globale Krisen, die Produktions- und Transportkosten erhöhen.

Ab September 2026 gelten mit der EU-Richtlinie Empowering Consumers Directive (EmpCo) strengere Regeln für Nachhaltigkeits- und Umweltaussagen. Unternehmen müssen Begriffe wie „fair“ oder „nachhaltig“ künftig belegen können. Fairtrade sieht darin eine Stärkung etablierter und unabhängig geprüfter Siegel.

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