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Steckbrief

Diese Nährstoffe stecken in Keimlingen und Sprossen

Die kleinen gekeimten Kraftpakete schmecken knackig-frisch bis nussig oder scharf. Warum sie so gesund sind und worauf es bei der Zubereitung ankommt.

Mungbohnensprossen

Sie schmecken süßlich-mild und frisch und sind knackig. Mungbohnensprossen liefern viel Vitamin E und ihre Proteine sind besonders hochwertig. Sie sind ein Klassiker in chinesischen Gemüsegerichten.

Rettichsprossen

Charakteristisch ist ihre dunkelrosa Färbung und der würzig-scharfe Geschmack. Die ätherischen Öle der Rettichsprossen können Entzündungen hemmen und gelten als verdauungsfördernd. Die Sprossen passen gut aufs Butterbrot.

Broccolisprossen

Eine Heidelberger Studie gibt Hinweise, dass der Verzehr von Broccolisprossen vor Krebs schützen kann. Broccoli enthält entzündungshemmendes Sulforaphan. Die Sprossen schmecken knackigfrisch und mild-würzig.

Kichererbsenkeimlinge

Der Geschmack von Kichererbsenkeimlingen ist nussig und herzhaft. Ihre Ballaststoffe halten den Blutzuckerspiegel niedrig. Kichererbsen enthalten unbekömmliches Phasin und sollten daher blanchiert werden.

Linsen

Gekeimte Linsen haben leicht süßlichen und nussartigen Geschmack. Sie liefern Energie und Ballaststoffe. Roh wären sie unbekömmlich, aber das Keimen reduziert schädliche Inhaltsstoffe. Linsenkeimlinge sind eine gute Salatbasis.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Keimlinge sind aufgeplatzte Samen, aus denen eventuell schon ein winziger Stiel lugt. Sprossen bestehen aus dem Samenrest, einem Würzelchen, einem Stiel und zartgelben Keimblättchen.
  • Die Zellstrukturen von Sprossen und Keimlingen sind noch nicht verhärtet und sehr zart. Sie halten sich maximal sieben Tage und das auch nur in der Kühlung bei Temperaturen zwischen zwei und sieben Grad.
  • Manche Produzenten ersetzen bei Keimlingen und Sprossen das MHD durch das Verbrauchsdatum. Im Gegensatz zum Mindesthaltbarkeitsdatum sollte nach Ablauf des Verbrauchsdatums ein Lebensmittel nicht mehr verzehrt werden.
  • Angeboten werden Keimlinge und Sprossen als Frischeprodukte oder (insbesondere Sojasprossen) als Konserven. Die Auswahl der Keimsaaten zum Selberkeimen ist besonders umfangreich: Das geht von A wie Alfalfa bis Z wie Zwiebel.
  • Bio-Keimsaaten stammen von Pflanzen, die ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel angebaut wurden. Um Saatgut vor Schimmel und Krankheiten zu schützen, nutzen die Ökos Bio-Beizen oder behandeln die Samen physikalisch.

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