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Bio-Müsli: Prominentes Produkt mit Potenzial

In den 1980er-Jahren war Müsli eines der ersten Produkte der Bio-Szene. Die Mischungen auf Basis von Getreideflocken waren puristisch und nicht gesüßt. Viele Kunden schätzen diese Müslis heute noch. Aber auch die Nachfrage an neuen Sorten ist groß.

Die traditionelle Zutat für Müsli ist ein Mix aus Getreideflocken – von Hafer über Dinkel und Urgetreide bis hin zu Roggen. Manche Anbieter fügen dem eine besonderen Zutat hinzu, etwa Hanf oder Amaranth sowie luft- oder gefriergetrocknete Früchte. Anfangs waren das vor allem Sultaninen, inzwischen gehören auch Waldbeeren, Zwetschgen oder Birnen in die Rezeptur, selten sind es exotische Früchte. 

Leinsamen, Kürbis- und Sonnenblumenkerne oder Sesam, Haselnüsse oder Mandeln runden das Ganze ab. Gelegentlich verfeinern Gewürze wie Zimt oder Vanille die kernigen Mischungen. 

Teils wird das Getreide nicht nur geflockt, sondern auch gepufft, gebacken und zu Crunchy, Flakes, und luftigen Kugeln verarbeitet. Mit glutenfreien, proteinreichen und zuckerreduzierten Mischungen bedienen Bio-Anbieter auch spezielle Wünsche.

Damit punkten Bio-Produkte

  • Alle Zutaten für Bio-Müslis stammen aus ökologischem Anbau. Synthetische Pestizide sind dort verboten. Regionalität nehmen die Hersteller wichtig: Oft wächst das Getreide für ihre Flockenmischungen auf Feldern in Deutschland, gelegentlich in einem Umkreis von maximal 50 bis 100 Kilometern. 
     
  • Bio-Müslis enthalten tendenziell weniger Zucker als konventionelle Sorten. Sie werden mit alternativen Süßungsmitteln wie Vollrohrzucker oder Rohrzucker, Dattel- oder Apfelsaftkonzentrat gesüßt, nicht mit Glukose-Fruktose-Sirup. 
     
  • Weitere Pluspunkte der Öko-Mischungen: Ihnen werden keine Aromen zugesetzt, weder künstliche noch natürliche. Und die Trockenfrüchte sind nicht geschwefelt. 

Nährwert

Grundsätzlich ist Müsli ein optimales Frühstück. Es liefert komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe, die langanhaltend sättigen und dem Darm guttun. Denn in Flockenform ist Getreide besonders bekömmlich. 

Nüsse und Saaten steuern hochwertige Fettsäuren bei, Trockenfrüchte bereichern die Mischungen mit Mineralien und Spurenelementen. Zucker, Fett und Schokolade machen ein Müsli zwar besonders knusprig und aromatisch. Insgesamt ähnelt es damit aber eher Keksen mit Vollwertcharakter.

Sortiment mit vielen Varianten

Eine Variante des Klassikers: Getreide wird gebacken und zu Crunchy verarbeitet. Luft- oder gefriergetrocknete Früchte runden die Mischungen ab.

Müsli klassisch: Der Evergreen besteht aus Getreideflocken, Nüssen, Samen, Rosinen und/oder Früchten. Gelegentlich ergänzen Süßungsmittel, Gewürze, Flakes oder gepufftes Getreide, Kakao und Schokolade die Mischungen.  

Bircher Müsli: Das traditionelle Rezept geht auf den Schweizer Arzte Maximilian Bircher-Benner zurück: Haferflocken in Wasser quellen, Kondensmilch und etwas Zitronensaft, einen geriebenen Apfel und gehackte Nüsse daruntermischen. 

Porridge/Overnight Oats: Der warme, cremige Brei aus Getreideflocken wird gekocht oder mit kochendem Wasser oder Milch übergossen. Für Overnight Oats quellen die Flocken mehrere Stunden in kalter Flüssigkeit.

Crunchy: Für diese Variante werden die Getreideflocken zusammen mit etwas Öl oder Palmfett und Zucker oder Honig zu knusprigen Mini-Häufchen gebacken. Manch Anbieter verfeinern sie mit Trockenfrüchten, Nüssen, Saaten, Gewürzen und/oder Schokolade. 

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Antworten auf Kundenfragen

Sind Haferflocken stets glutenfrei?
Hafer ist von Natur aus glutenfrei. Damit er das bleibt, darf er weder auf dem Acker noch bei Transport, Lagerung und Verarbeitung mit glutenhaltigem Getreide in Berührung kommen. Dies und die nötigen Laborkontrollen macht die glutenfreie Produktion aufwändig. Deswegen sind nur manche Haferflocken als glutenfrei ausgelobt. 

Zählen Getreideflocken zur Rohkost?
Damit Getreideflocken sich auswalzen lassen, ohne in kleine Teilchen zu zersplittern, werden sie mit heißem Wasserdampf vorbehandelt. Deswegen zählen Flocken nicht zur Rohkost. Ihre Vorzüge sind Vollwertigkeit und gute Verdaulichkeit.

Bedeutet „ohne Zuckerzusatz“, dass die Müsli-Mischungen weniger süß sind?
Nein, nicht immer. Fruchtmüsli ohne Zuckerzusatz kann mehr Zucker enthalten als ein Schokomüsli, das mit Rübenzucker, Agavendicksaft oder Reissirup gesüßt wurde. Denn in den Trockenfrüchten konzentriert sich die fruchteigene Süße. Zugleich liefern sei aber auch Mineralien, Spurenelemente und Ballaststoffe. Wer’s nicht so süß mag, sollte sicherheitshalber die Nährwertmengen auf der Verpackung studieren.

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