Das Schweizer Unternehmen Weleda, Hersteller zertifizierter Naturkosmetik und anthroposophischer Arzneimittel, hat 2025 den höchsten Umsatz in der Geschichte des Unternehmens erzielt. Er stieg um 6,2 Prozent (währungsbereinigt: 7,3 Prozent) auf 484,6 Millionen Euro (Vorjahr: 456,2 Millionen Euro). Es ist der zweite Rekordumsatz in Folge.
„Getrieben wurde das Wachstum durch die starke Entwicklung in der Geschäftseinheit Kosmetik, die für mehr als 80 Prozent des Gesamtumsatzes steht“, teilt Weleda in einer Pressemeldung mit. Im zweiten Jahr in Folge habe das Unternehmen in allen Regionen weltweit Zuwächse erzielt, den Umsatz um 9,2 Prozent auf 401,9 Millionen Euro erhöht (Vorjahr: 367,9 Mio. Euro) und erstmals die Marke von 400 Millionen Euro übertroffen.
Besonders dynamisch habe sich das Geschäft in Osteuropa entwickelt, aber auch in den Heimatmärkten D-A-CH konnte Weleda laut Pressemeldung die Umsätze um knapp 8 Prozent steigern. Zudem hat das Unternehmen seinen Markteintritt in Indien vorbereitet.
„Unsere Innovationsoffensive zahlt sich aus“, sagt Tina Müller, CEO der Weleda AG. „Wir haben noch nie so viele Produkte erfolgreich auf den Markt gebracht wie im vergangenen Jahr, und alle haben zum Wachstum beigetragen.“
Jüngere Zielgruppe und Premium-Segment
Mit den speziell für jüngere Zielgruppen entwickelten „Booster Drops” sei die erfolgreichste Skincare-Neueinführung des Jahres im Gesichtspflegemarkt Deutschland gelungen. Zugleich habe das Unternehmen mit der Pflegeserie „Cell Longevity” und der Mehr-Generationen-Linie „minLen” das Premium-Segment erschlossen.
Im Pharma-Bereich dagegen konnte Weleda nach eigenen Angaben mit einem Umsatz von 82,7 Millionen Euro nicht das Niveau des Vorjahres (88,2 Millionen Euro) erreichen. Die Geschäftsentwicklung sei durch strukturelle Veränderungen im stationären Apothekenmarkt in Deutschland und eine schwächere Nachfrage im homöopathischen und anthroposophischen Segment beeinträchtigt worden. Im Pharmageschäft will Weleda sich nun auf ein „klar definiertes Sortiment anthroposophischer Arzneimittel rund um die Anwendungsfelder Auge, Stress und Schlaf sowie Verdauung” fokussieren.
Hohe Investitionen in die Modernisierung der Marke, den Ausbau des Produktportfolios sowie in die Marketing-Kommunikation für neue Produkte haben das Wachstum von Weleda nach eigenen Angaben beschleunigt und zugleich die „Ertragsentwicklung vorübergehend belastet”.
Insgesamt seien im vergangenen Geschäftsjahr 22 Millionen Euro mehr in Marke und Marketing investiert worden als im Vorjahr. Darüber hinaus habe Weleda in die weitere Optimierung von Logistik- und IT-Prozessen sowie in Digitalisierung und Forschung und Entwicklung investiert. „Diese Investitionen spiegeln sich in höheren Personal- und Materialkosten wider und unterstreichen den Anspruch an Qualität und die Weiterentwicklung des Unternehmens”, heißt es in der Mitteilung weiter. „Vor diesem Hintergrund lag das operative Ergebnis mit 9,5 Millionen Euro unter dem hohen Vorjahreswert von 23 Millionen Euro, bei gleichzeitig deutlich verbessertem operativen Cashflow (+4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).”
„Es war das Jahr der Innovationen und Investitionen.”
Tina Müller ist seit 2023 CEO von Weleda.
„Wir haben im Geschäftsjahr 2025 die umfassende Modernisierung von Weleda konsequent vorangetrieben und ganz bewusst in höchste Qualität und Zukunftsfähigkeit investiert. Es war das Jahr der Innovationen und Investitionen”, erklärt Tina Müller. „Unsere hohen Investitionen, vor allem in die Einführung neuer Produkte, haben unser Wachstum getrieben und unser Ergebnis kurzfristig beeinflusst. Mit Blick auf unsere nachhaltig erfolgreiche Entwicklung nehmen wir dies in Kauf. Bei Weleda geht es von jeher um langfristiges verantwortungsvolles Wirtschaften.”
Im ersten Quartal 2026 ist Weleda wie im vergangenen Jahr „deutlich über dem Markt gewachsen”, hießt es aus dem Unternehmen. Der Pharmabereich sei mit einem guten ersten Quartal ins Jahr gestartet. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Weleda, erneut stärker zu wachsen als der Markt bei steigender Profitabilität.
Tina Müller: „Wir setzen auch künftig auf das Zusammenspiel unserer vier strategischen Wachstumshebel Innovation, Premiumisierung, Digitalisierung und Internationalisierung – mit Nachhaltigkeit als stabilem Fundament.”
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