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Espresso: Die Herkunft macht den Unterschied

Ob Bohne, Pad oder Instantpulver: Espresso gibt es in allen Varianten. Welchen Vorteil Bio-Bohnen bieten und was Ihre Kundschaft ansonsten interessiert: Espresso-Infos im Überblick.

Ob pur genossen oder als Grundlage für Cappuccino oder Latte Macchiato: Viele Menschen schätzen Espresso vor allem wegen seines intensiven und kräftigen Geschmacks. Espresso heißen auch die Bohnen, aus denen das anregende Getränk mithilfe eines Vollautomaten, einer Siebträgermaschine oder einem speziellen Kännchen zubereitet wird. Anders als für klassischen Kaffee werden sie etwas länger geröstet, sind darum dunkler und aromatischer. 

Angeboten werden entweder Espressi rein aus Arabica-Bohnen oder Mischungen von Arabica mit der Sorte Robusta (siehe Kapitel „Herkunft“). Es gibt sie als ganze Bohnen oder gemahlen. 

Bio-Espressi bieten gegenüber den konventionellen viele Vorteile. Der Anbau in Mischkultur, faire Preise für Erzeuger und schonende Röstung sind nur einige ihrer Vorzüge. Weitere Infos dazu finden Sie unten im Kapitel „Biovorteil“.

Arabica ist ein Hochlandkaffee, der mild und zugleich aromatisch ist und etwas weniger Koffein enthält als Robusta. Der wiederum ist deutlich kräftiger im Geschmack und ergibt im Duo mit Arabica schöne Mischungen. Die Sorte Robusta ist preisgünstiger als Arabica. Sie reagiert auch nicht so empfindlich auf Umwelteinflüsse.

Die Herkunft entscheidet über den Geschmack

Was die Herkunft angeht, so ist es bei Espresso wie beim Wein. Meist kommt ein Blend, also eine Mischung aus Kaffeebohnen verschiedener Herkunftsländer und Lagen, in die Tüte. 

Die Bohnen werden seitens der Anbieter unter anderem aus Peru, Honduras, Costa Rica, El Salvador, Nicaragua, Tansania, Kolumbien, Mexiko, Brasilien, Uganda, Äthiopien sowie aus Indien und Afrika bezogen. Vielfalt ist wichtig, da jedes Land und jede Region Bohnen mit einem ganz eigenen Geschmack hervorbringt. Daneben gibt es Spezialitäten, die nur Bohnen einer einzigen Region enthalten. 

Sortiment: Von der Bohne bis zum Instant-Pulver

Ganze Bohne: Espressobohnen gibt es in 250-, 500- und 1000-Gramm-Tüten. Sie enthalten entweder nur Arabica-Bohnen oder eine Mischung mit Robusta. Meist stammen die Bohnen aus verschiedenen Ländern. Es gibt aber auch reine Sorten oder solche aus bestimmten Lagen.  

Gemahlen: Er wird meist in 250-Gramm- Beuteln angeboten, da er schneller an Aroma verliert. In die Tüte kommt auch hier entweder 100 Prozent Arabica-Espresso oder eine Mischung mit Robusta. 
Entkoffeiniert & fifty-fifty: Das Koffein wird den Bohnen mit Hilfe von natürlicher Quellkohlensäure und Wasser entzogen. Erhältlich sind Varianten, die gar kein oder nur halb so viel Koffein wie herkömmliche Espressi enthalten.

Instant-Espresso: Für den schnellen Schluck gibt es Instant-Espresso als reinen Arabica-Kaffee oder in Mischung mit Robusta. Er wird mithilfe von Gefrier- oder Sprühtrocknung hergestellt. Angeboten wird er in der Dose, im Glas und als Portions-Sticks. 
Kapseln und Pads: Für den Shot am Morgen oder zwischendurch eignen sich Bio-Espresso-Pads und -Kapseln. Die Pads enthalten meist hochwertigen Arabica-Espresso, die Kapseln auch feinsten Arabica-Wildkaffee.

Die Vorteile von Bio-Espresso

Der Bio-Anbau bietet Kaffeepflanzen Schutz vor Umwelteinflüssen, vor heißen Trockenphasen, Frost, Stürmen oder Überschwemmungen und auch vor Krankheiten. Denn Bio-Arabica und -Robusta werden stets in Mischkulturen kultiviert. Dabei wachsen die Kaffeepflanzen im Schatten hoher Bäume, zum Beispiel von Bananen, Zitrusfrüchten und Mangos. Die bieten Schatten und kühlen. Ihr Laub dient zudem als Dünger und fördert die Humusbildung. Das wirkt der Bodenerosion und Austrocknung entgegen. 

Anbieter von Bio-Espresso zahlen den Kaffeebauern oft faire Preise. Das heißt, diese erhalten einen festen Preis für die Bohnen, der meist über dem des Weltmarkts liegt. Zudem ist die Zusammenarbeit auf langfristige Handelsbeziehungen angelegt. Außerdem bekommen die Bauern einen Bio-Aufschlag für den Anbau ohne Pestizide und synthetische Düngemittel. 

Faire Espressi sind an verschiedenen Siegeln wie dem Hand-in-Hand-Label, dem Naturland Fair-Siegel, Fair-Plus oder dem Fairtrade-Label zu erkennen.

Was Ihre Kunden wissen wollen

Für Espresso werden die Bohnen länger geröstet als für klassischen Kaffee und sind darum dunkler und aromatischer. 

Ist Espresso verträglicher?
Espresso enthält etwas weniger Säure als Kaffee, da er länger geröstet wird. Auch liefert er je Tässchen à 25-30 ml etwas weniger Koffein als eine Tasse Kaffee von ca. 150 Milliliter. Arabica-Kaffee hat nochmals weniger der anregenden Substanz in sich als Robusta. Koffein macht zwar munter, fördert aber auch Unruhe, Herzrasen und lässt den Blutdruck steigen.

Wie lagere ich eine geöffnete Packung?
Da Espresso leicht den Geschmack anderer Lebensmittel annimmt, sollte er nicht im Kühlschrank aufgehoben werden. Am besten füllt man ihn in eine fest schließende Dose aus Metall und stellt sie an einen kühlen trockenen Ort.

Warum sind die Tüten manchmal aufgebläht?
Beim Rösten entsteht Kohlendioxid, das teils in den Bohnen gebunden wird. Im Zuge der Lagerung und Reifung geben sie es wieder ab und die Tüte bläht auf. Manche Packungen haben deshalb ein Ventil. Aufgeblähte Tüten sind aber kein Zeichen für Verderb.

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