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Bio im Test

Gute Noten für Gewürzgurken

Fast die Hälfte der getesteten Produkte bekommt die Note „sehr gut“, darunter sieben von acht Bio-Produkten. Einige konventionell angebaute Gurken waren laut Ökotest allerdings mit Pestiziden belastet.

Kalorienarm, erfrischend, herzhaft – Gewürzgurken sind ein beliebter Begleiter zur Brotzeit oder als saurer Snack, und sie liefern sogar einige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Jod und Zink, Vitamin C und Folsäure. Dass bei Ökotest fast die Hälfte der getesteten Produkte mit der Note „sehr gut“ abschneidet, lässt hoffen, dass Gurken aus dem Glas auch gesund sind.

Die Tester haben 24 Gewürzgurken in Supermärkten, Bio-Läden und Discountern eingekauft, acht davon mit Bio-Siegel (Alnatura Gewürzgurken, Bioland Dennree Gewürzgurken, Bioland Edeka Bio Gewürzgurken Auslese, K- Bio Gewürzgurken, K-Bio Gewürzgurken Bioland, Nur Nur Natur Bio-Gewürzgurken Naturland, Rewe Bio Gewürzgurken Naturland, Thüringer Landgarten Gewürzgurken Demeter, Globus Bio-Gewürzgurken). Der Preis lag zwischen 1,19 und 4,26 Euro pro 360 Gramm (Abtropfgewicht). Außen vor blieben bei dem Test eingelegte Gurken mit Bezeichnungen wie saure Gurken, Senfgurken, Dillgurken oder Cornichons.

Pestizide: Bis zu sieben Spritzgifte in einem Produkt

In Laboren wurden die Gurken unter anderem auf Pestizide untersucht, darunter Glyphosat und dessen Abbauprodukt Aminomethylphosphonsäure (AMPA) sowie Glufosinat. Außerdem wurden die Proben auf Schwermetalle und Bisphenol A getestet, das zum Beispiel aus Verpackungen in Lebensmittel übergehen kann. Überprüft wurde auch, ob die Hersteller den Gurken Süß- oder Aromastoffe zusetzten.

Das Ergebnis: Trotz der durchweg guten Noten äußern die Tester in der aktuellen Ausgabe deutliche Kritik. In mehr als zwei Dritteln der Konserven aus konventionellem Anbau waren Pestizide nachweisbar, zum Teil gleich mehrfach. Bis zu sieben Spritzgifte wurden in einem Produkt gefunden, wie bei King’s Crown Gewürzgurken von Aldi Süd, das die Gesamtnote „ausreichend“ erhielt. Die Werte waren überwiegend so gering, dass sie von den Testern als „Spuren" eingeordnet wurden und die meisten Produkte dennoch mit der Gesamtnote „gut“ abschnitten. Dennoch warnt Ökotest: Wer viel verzehrt, für den steigen die Gesundheitsrisiken.

Weniger Zucker und Aromastoffe als früher

Nicht bewertet, aber in den Tests vermerkt, wurde der Zuckergehalt der Gewürzgurken. Für ein deftiges Lebensmittel seien einige erstaunlich stark gesüßt, schreibt Ökotest. Den höchsten Zuckergehalt erreichen auch hier King’s Crown-Gewürzgurken von Aldi Süd mit über acht Prozent.

Positiv bewertet wurde, dass im Vergleich zu vorangegangenen Tests der Zusatz von Aromastoffen deutlich zurückgegangen sei. Damals setzten laut Ökotest noch alle konventionellen Hersteller auf zugesetzte Aromastoffe, im aktuellen Test sind es nur noch Kühne und Aldi Süd. Sie bekamen dafür eine Note Abzug.

Sieben Bio-Gurken bekommen die Note „sehr gut“, eine Marke „gut“

Sieben der acht getesteten Bio-Produkte bekamen die Note „sehr gut“. Lediglich die Globus Bio-Gewürzgurken wurden mit „gut“ bewertet, weil ihnen die Tester Mankos in der Sensorik bescheinigten. Der Geschmack sei „würzig, süß, säuerlich, und insgesamt unausgewogen“. (juk)

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