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Trotz Minus bei den Haferdrinks – Voelkel mit Umsatzrekord

Bilanz 2025

Voelkel hat im vergangenen Jahr 161 Millionen Euro und damit 14 Prozent mehr umgesetzt als 2024. Und das, obwohl sich das Unternehmen nach eigenen Angaben mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert sah.

Der Bio-Safthersteller Voelkel hat im Jahr 2025 161 Millionen Euro umgesetzt – ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von 14 Prozent. Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte das Unternehmen in einem Podcast einen neuen Rekordumsatz verkündet.

Laut Boris Voelkel, Geschäftsführer Einkauf, übertraf Voelkel damit den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2024 (140 Millionen Euro) und sei über Plan gewachsen. Der Gewinn habe sich leicht auf drei bis vier Prozent erhöht.

Angesichts des „sehr schwierigen Marktumfelds“ sei man 2025 insgesamt „gut davongekommen“, so Voelkel. Denn trotz positiver Wachstumszahlen sah sich Voelkel nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. So brächten etwa Ernteausfälle durch extreme Wetterphänomene, ein Mangel an Erntekräften, steigende Lohn- und Energiekosten sowie massive Schäden durch invasive Arten die Landwirte in existentielle Nöte und führten zu Preissteigerungen von bis zu 500 Prozent.

Haferdrinks mit einem Minus von 33 Prozent

„Früher gab es gelegentlich mal eine Krise, heute folgt auf eine direkt die nächste und wir reden über einen Dauernotzustand in der Landwirtschaft“, so Boris Voelkel. Und Jurek Voelkel, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, ergänzt: „Die Menschen in Deutschland trinken immer weniger klassischen Fruchtsaft, der Trend geht zu funktionalen und zuckerreduzierten Getränken“. 

Zu dem positiven Ergebnis 2025 hätten daher maßgeblich die Neuprodukt-Innovationen der vergangenen Jahre beigetragen, allen voran die funktionale Shot-Range, die mit weiteren Neuzugängen ausgebaut wurde.

Gleichzeitig habe das Unternehmen bei den Haferdrinks ein Minus von satten 33 Prozent hinnehmen müssen. „Die Menschen sind finanziell am Limit und da verliert das Argument der umweltfreundlichen Glasmehrwegflasche offensichtlich an Bedeutung und man greift wieder zum günstigeren Verbundkarton“, so Jurek Voelkel.

Saft-Sparte nur durch Preiserhöhungen überlebensfähig

Dennoch investierte das Unternehmen rund zehn Millionen Euro in einen neuen Standort zur Vorfertigung, über zwölf Millionen Euro für eine neue Produktionslinie und für ein neues Hochregallager sowie ein weiteres Biomasseheizwerk, wie Jacob Voelkel, Geschäftsführer für die Bereiche Produktion, Technik, Lager, QS & QM, erklärt.

Ein weiterer zukunftsorientierter, aber kostenintensiver Meilenstein sei die Umstellung eines Großteils der Säfte und Nektare in 0,7-Liter-Flaschen auf eine neue 0,5-Liter-Flasche mit neuem Design gewesen. 

Die offen kommunizierten Preiserhöhungen hätten die zuletzt wegen der massiv gestiegenen Rohwarenpreise in die Verlustzone gerutschte Saft-Range wieder überlebensfähig gemacht, so Voelkel. Der Hersteller hatte den höheren Literpreis bewusst offen und transparent durch Anzeigen und Maßnahmen am POS kommuniziert, „um Akzeptanz sowie auch das Gefühl des Mitwirkens an einer zukunftsfähigen Landwirtschaft bei den Konsumentinnen und Konsumenten zu erreichen“.

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