Produkte mit dem grünen Siegel „Ohne Gentechnik“ haben ihren Umsatz im Jahr 2025 um 6,1 Prozent gesteigert. Besonders stark wuchs der Absatz bei Geflügelfleisch mit 14,6 Prozent und bei Eiern mit 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) mit.
Den größten Anteil am Gesamtumsatz halten demnach weiterhin Molkereiprodukte mit 66 Prozent. Es folgen Geflügelfleisch mit 22,7 Prozent und Eier mit 9,9 Prozent. Seit dem Jahr 2017 hat sich der Umsatz von 7 Milliarden Euro auf nun 18,1 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.
Für den VLOG sind die Zahlen ein Beleg für die Stabilität des Segments. „‚Ohne Gentechnik‘ ist und bleibt ein solides Erfolgsmodell, das weiter wächst“, sagt Geschäftsführer Alexander Hissting.
VLOG-Siegel könnte künftig in weiteren Bereichen relevant werden
Mit Blick auf die geplante EU-Deregulierung gentechnisch veränderter Lebensmittel erwartet der Verband eine steigende Bedeutung des Siegels. Künftig könnte die gesetzliche Kennzeichnungspflicht für viele Produkte aus neuer Gentechnik entfallen. Verbraucherinnen und Verbraucher könnten dann nur noch am „Ohne Gentechnik“- oder Bio-Siegel erkennen, ob Lebensmittel ohne Gentechnik hergestellt wurden.
Nach Einschätzung des VLOG würde das Siegel dadurch in weiteren Bereichen relevant – auch bei Grundnahrungsmitteln wie Brot, Kartoffeln oder Gemüse sowie daraus hergestellten Produkten. Der Verband betont zudem, dass für „Ohne Gentechnik“ wie für Bio gilt: Auch neue gentechnische Verfahren sind ausgeschlossen. Um diese Standards zu sichern, fordert der Verband praktikable Regeln für die Koexistenz verschiedener Produktionsweisen.
Die Entscheidung über die EU-Deregulierung steht noch aus. Die Zustimmung des Europaparlaments wird für Ende Mai 2026 erwartet und gilt als wahrscheinlich.
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