Bioland, Biokreis, Bio Austria, Bioland Südtirol, Biolandwirtschaft Ennstal, Demeter Österreich und Gäa wollen künftig ihre Kräfte bündeln. Dafür haben sie am 10. Juni 2025 den Verein „Bio-Allianz“ gegründet. Am Mittwoch gaben Bio-Austria-Obfrau Barbara Riegler, Bioland-Präsident Jan Plagge und der Biokreis-Vorstandsvorsitzende Thorsten Block die Kooperation auf den Öko-Feldtagen in Sachsen bekannt.
Mit der Vereinsgründung folgen die Verbände anhaltenden Forderungen ihrer Mitglieder, sich nicht nur auf politischer Ebene gegenseitig zu stärken, sondern auch in Bereichen wie Qualitätssicherung, Vermarktung und bei der Weiterentwicklung der eigenen Standards.
Bereits seit Längerem betonen Bio-Verbände, wie wichtig verbandsübergreifende Kooperationen inzwischen geworden sind. Erst im November des vergangenen Jahres haben die deutschen Öko-Anbauverbände Bioland, Biokreis und Gäa eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben.
Allianz will Herausforderungen gemeinsam entgegentreten
„Die Herausforderungen in der ökologischen Landwirtschaft und am Bio-Markt lassen sich nur durch gemeinsame Anstrengungen bewältigen. Mit einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe können wir diesen wirksam entgegentreten“, erklären die Verbandsvertreterinnen und -vertreter. Innerhalb der Bio-Allianz wolle man gemeinsam „wirksame Lösungen für Mitglieder und die Zukunft unserer Bewegung erarbeiten. Die großen Nachhaltigkeitsleistungen unserer Betriebe wollen wir als Verbündete noch sichtbarer machen und damit den Wert ihrer Arbeit gemeinsam hervorheben“, so die Akteure weiter.
Erste Ziele und Maßnahmen der Kooperation stehen bereits fest:
- Durch ein gemeinsames Rohwarenmanagement soll eine bessere Versorgung der sehr unterschiedlichen Märkte mit Bio-Waren erreicht werden.
- Qualitätsmaßnahmen und Verbandsstandards sollen vereinheitlicht werden.
- Regionale und überregionale Strukturen sollen gestärkt werden.
- Außerdem will die Bio-Allianz die Nachhaltigkeitsleistungen der Bio-Betriebe sichtbarer machen und
- sich für faire und existenzsichernde Erzeugerpreise einsetzen.
Die Verbände betonen, dass durch die Kooperation die über Jahrzehnte entwickelten Identitäten der Einzelverbände sowie deren Marken erhalten und durch den Zusammenschluss zusätzlich gestärkt werden sollen. Und es ist noch Platz für weitere Akteure: „Die Bio-Allianz ist offen für weitere Verbände, die an dieser wichtigen Aufgabe mitwirken wollen”, teilen Bioland und Co. mit.
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