Für den finanziell angeschlagenen Lebensmitteleinzelhändler Feneberg zeichnet sich eine Lösung ab. Im Bieterwettstreit mit Edeka hat sich offenbar die Rewe Group durchgesetzt.
Gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft LEH-Allgäu GmbH und der Feneberg Lebensmittel GmbH habe man eine Investorenvereinbarung unterzeichnet, teilte Rewe am Dienstag mit. Demnach plant der Kölner Handelskonzern mit der seit März bestehenden LEH-Allgäu GmbH den unabhängigen Weiterbetrieb „eines wesentlichen Teils der insgesamt 72 Standorte“. Feneberg befindet sich seit dem 1. April 2026 im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.
Der Lebensmittelversorger aus Kempten im Allgäu ist mit einem Jahresumsatz von rund 500 Millionen Euro der mit Abstand größte Einzelhändler im Edeka-Verbund. Sollte es zu der geplanten Übernahme kommen, würde Rewe in dieser Region seine im Vergleich zur Edeka schwache Position deutlich stärken. Allein im Kerngebiet von Feneberg betreibt Edeka nach Angaben der „Lebensmittelzeitung“ zusätzlich rund 100 eigene Standorte. Rewe kommt dort demnach auf nur 56 Verkaufsstellen.
Ob Rewe und LEH-Allgäu den Zuschlag erhalten, muss noch kartellrechtlich geprüft werden. Umgesetzt werden soll die Investorenvereinbarung durch einen Insolvenzplan, dem die Feneberg-Gläubiger zustimmen müssen. Rewe zufolge habe der vom Gericht eingesetzte Gläubigerausschuss dem Vorhaben bereits zugestimmt.
Über die Feneberg-Märkte vertreiben zahlreiche Bio-Fachhandelsmarken ihre Produkte. Darunter Rapunzel, Zwergenwiese und Soto.
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