Die Molkerei Berchtesgadener Land ist als Partnerin des genetischen Erhaltungsgebiets „Bei Teisendorf“ ausgezeichnet worden. Die Urkunde übergab das Julius Kühn-Institut im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Gewürdigt wurde das Engagement der Molkerei für den Erhalt von Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft.
Die Auszeichnung gilt 5,43 Hektar Dauergrünland auf dem Demeter-Hof der Familie Langwieder in Oberstarz bei Teisendorf, welche seit 1994 Mitglied der Molkereigenossenschaft ist. Die Flächen werden als Weide- und Futterwiesen genutzt. Laut Mitteilung wurden dort auf einzelnen Teilflächen bis zu 24 verschiedene Wildpflanzenarten nachgewiesen.
„Diese Flächen zeigen eindrucksvoll, dass nachhaltige Landwirtschaft und Biodiversität zusammengehören. Unsere Bauernfamilien bewirtschaften diese Wiesen nicht gegen die Natur, sondern mit ihr“, sagt Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Molkerei Berchtesgadener Land.
Genetische Erhaltungsgebiete dienen dazu, Wildpflanzen in ihrem natürlichen Lebensraum zu erhalten. Anders als in Genbanken bleiben die Pflanzenpopulationen dabei Teil eines lebendigen Ökosystems und können sich weiterentwickeln. Die Flächen in Teisendorf sind Teil des bundesweiten Netzwerks „Genetische Erhaltungsgebiete Deutschland“.
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