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Politik bereitet sich auf steigende Lebensmittelpreise vor

Iran-Krieg

Steigende Kosten durch den Iran-Krieg könnten bald auch bei den Lebensmittelpreisen spürbar werden. Die Bundesregierung berät über Gegenmaßnahmen. Aus der Bio-Branche kommt Zustimmung, verbunden mit einer Forderung nach strukturellen Veränderungen.

Der Krieg im Nahen Osten wirkt sich zunehmend auf die Kosten für Energie, Dünger und Transport aus. Dadurch könnten auch Lebensmittel teurer werden. Die steigenden Kosten könnten sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette bemerkbar machen. 

Die Bundesregierung will diese Entwicklung nun stärker in den Blick nehmen. Eine Taskforce von Union und SPD, die ursprünglich wegen hoher Spritpreise eingerichtet wurde, soll sich künftig auch mit Lebensmittelpreisen befassen und über mögliche Gegenmaßnahmen beraten.

AöL: Strukturelle Antworten auf Krisen notwendig

Die Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) geht davon aus, dass sich die Folgen des Iran-Krieges bald auch in den Lebensmittelgeschäften bemerkbar machen werden. Steigende Kosten für Energie, Dünger und Transport würden weitergegeben, wodurch mit höheren Preisen zu rechnen sei.

Die AöL begrüßt, dass sich die Bundesregierung mit dem Thema befasst, betont jedoch: „Kurzfristige Gegenmaßnahmen allein reichen nicht. Was gebraucht wird, ist eine strukturelle Antwort.“

Bio-Strukturen als stabilisierender Faktor

Ökologisch ausgerichtete Unternehmen seien weniger abhängig von fossilen Energiequellen, da sie auf erneuerbare Energien setzen, möglichst regionale Rohwaren beziehen und keine chemisch-synthetischen Düngemittel und Pestizide einsetzen. „Das macht sie weniger anfällig für globale Versorgungskreise mit Öl und Gas“, sagt Anne Baumann, geschäftsführende Vorständin der AöL.

Es brauche ein insgesamt widerstandsfähigeres Ernährungssystem. Unterbrochene Lieferketten und steigende Energiekosten hätten bereits in der Vergangenheit gezeigt, wie anfällig globale Strukturen sind. Bio-Lebensmittelverarbeiterinnen und -verarbeiter würden hier durch heimische Rohstoffe und regionale Wirtschaftsstrukturen zur Stabilisierung beitragen.

Steigende Preise sind kein neues Phänomen

Bereits mit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 standen steigende Kosten für Energie, Rohstoffe und Transport im Fokus. Die Bio-Branche sah sich damals mit einer ohnehin angespannten Lage konfrontiert, die sich durch den Krieg weiter verschärfte.

Vor allem höhere Energiepreise belasteten Hersteller und Handel gleichermaßen, auch wenn viele Betriebe stärker in regionale Kreisläufe eingebunden sind. Zudem stiegen Kosten für Rohstoffe, Verpackungen und Logistik deutlich an.

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