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Forschungsprojekt

Außer-Haus-Verpflegung: Welche Anreize befördern Nachhaltigkeit?

An der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm untersuchen Forschende, inwieweit Informationen und emotionale Anreize die Entscheidungen zugunsten nachhaltiger Produkte in der Außer-Haus-Verpflegung fördern.

Mit provokativen Plakaten werben Studierende um Aufmerksamkeit für ihr Projekt „TrueMensa2.0“.

Im Jahr 2024 eröffnete der Ohm Sustainability Campus in Neumarkt in der Oberpfalz. Dort sind das Kompetenzzentrum für Nachhaltige Ernährungs- und Ressourcenwirtschaft (K.NER) und der deutschlandweit einmalige Studiengang „Management in der Ökobranche“ beheimatet. Leiter des K.NER und Forschungsprofessor für True Cost Accounting im Agrar-und Ernährungssektor ist Prof. Tobias Gaugler von der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Mit seinen Forschungen zu Umweltfolgekosten und der „Wahre-Kosten-Kampagne“ mit Penny wurde seine Arbeit 2023 bekannt.

Unter Gauglers Leitung startete im November das Forschungsprojekt Besser.Essen, das auf drei Jahre angelegt ist und vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) mit ca. 1,6 Millionen Euro gefördert wird. Es soll zu einer nachhaltigen Transformation des Agrar- und Ernährungssystems beitragen. Ziel ist es laut der Universität zu untersuchen, inwieweit durch transparente Informationen und emotionale oder verhaltensorientierte Anreizsysteme in der Außer-Haus-Verpflegung, Entscheidungen zugunsten nachhaltiger Produkte und Gerichte ermöglicht werden können.

„Wir haben kein wissenschaftliches Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem“, sagt Gaugler. „In Deutschland werden täglich rund 17 Millionen Mahlzeiten in der Gemeinschaftsverpflegung ausgegeben – ein riesiger Hebel.“ Mit sechs Partnern – von Hotels, über Betriebskantinen bis hin zu Onlinebestellsystemen – will Gaugler untersuchen, wie nachhaltige Ernährung in der Praxis wirksam umgesetzt werden kann. „Unser Ziel ist es, am Ende des Projekts konkrete Empfehlungen für Unternehmen und Politik zu formulieren.“ 

Studierende des Studiengangs „Management in der Ökobranche“ untersuchen unterdessen im Projekt „TrueMensa2.0“, wie sich Studierende für eine nachhaltigere und gesündere Ernährung motivieren lassen.

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