Zum Consentmanager springen Biohandel
Erfolgreich mit Bio handeln.

„Die Biofach bleibt im Produktbereich Bio“

Gespräche über Neuausrichtung

Die Biofach sucht nach Wegen, sich zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Nach der Kritik an ihren ursprünglichen Plänen hat sich die Messe mit zahlreichen Branchenvertretern zusammengesetzt und über eine Neuausrichtung diskutiert. 

Auf der Suche nach einem zukunftsfähigen Messekonzept hat sich die Biofach am Mittwoch mit Vertreterinnen und Vertretern der Bio-Branche in Nürnberg zum Gespräch getroffen. Ziel des von 10 bis 16.30 Uhr angesetzten Round Tables war es, „Impulse für ein ökologisch wie ökonomisch resilientes Ernährungssystem zu setzen sowie die Biofach als Weltleitmesse zukunftsgerichtet zu positionieren“, teilte die Messe im Anschluss mit. 

Vor der vergangenen Biofach Mitte Februar hatte die Messeleitung angekündigt, ab 2027 ihr Profil sowohl im Kongress als auch auf der Ausstellungsfläche zu ergänzen. Angedacht waren ausgewählte Themenbereiche der nachhaltigen Ernährung, die nicht zwangsläufig bio sind, aber eng damit verbunden. Nach viel Kritik an einer möglichen Öffnung auch für Aussteller ohne Bio-Zertifizierung kündigte die Biofach im Anschluss an die Messe gemeinsame Gespräche mit der Bio-Branche über eine Neuausrichtung an. 

Nach dem Round Table am Mittwoch mit mehr als 20 Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden, Herstellern, Händlern, Wissenschaft und Beratung teilte die Biofach nun mit: „Die Biofach bleibt im Produktbereich Bio.“ Alle Lebensmittel, die auf der Biofach zu sehen sein werden, müssen demnach auch künftig eine Bio-Zertifizierung tragen. 

Fragezeichen bleibt hinter der Naturkosmetik

Gleichzeitig möchte sich die Messe aber auch noch stärker positionieren bei zentralen Themenfeldern der Ernährungswende, die zumindest eine Schnittmenge mit Bio haben. Die Biofach nannte hier beispielhaft die Themen Plant Based und Longevity. „Ökologie, Ökonomie und soziale Nachhaltigkeit werden konsequent zusammengedacht. Die Biofach versteht sich zugleich als Treiber, die Zukunft der Ernährung noch nachhaltiger zu gestalten“, so die Messeleitung. Darüber hinaus sei es erklärtes Ziel, die Internationalität der Messe weiter auszubauen. 

Die Messe teilte außerdem mit, dass sich an den gewohnten Standorten für die Aussteller nur dann etwas ändern solle, wenn dies sinnvoll und im Sinne der Aussteller sei. Man werde hierzu mit den entsprechenden Unternehmen ins Gespräch gehen. 

Unklar ist, ob beziehungsweise wie es mit der Naturkosmetik auf der Biofach weitergehen wird. Ursprünglich hatte die Messe angekündigt, diesen Produktbereich ab 2027 nicht mehr zuzulassen. Nach der Biofach hieß es dann, dass bei den Gesprächen mit Branchenvertretern die Naturkosmetik auch Thema sein werde. Mit am runden Tisch saß am Mittwoch auch die Naturkosmetik-Expertin Mirja Eckert. 

Wie geht es nun weiter? 

„Die Ergebnisse des Round Tables bilden eine zentrale Grundlage für die weitere Konzeptarbeit der Biofach“, teilten die Veranstalter mit. Man werde die Impulse aus der Diskussion auswerten und im engen Austausch mit der Branche konkretisieren, „um sie in die Weiterentwicklung des Veranstaltungskonzepts, auch mit Blick auf die Ausgabe 2027, einfließen zu lassen.“ Wann, wie oft, und in welchen Formaten der weitere Austausch mit der Branche stattfinden wird, dazu machte die Messe keine Angaben. 

Die nächste Biofach findet vom 16. bis 19. Februar 2027 im Messezentrum Nürnberg statt.

Diese Branchenvertreter waren beim Round Table zur Biofach dabei:

Die Teilnehmenden des Biofach Round Table im Mai 2026 (nicht auf dem Bild: Simon Krischer, Biokreis)

  • Matthias Beuger, AöL
  • Hannes Öhler, Bauck Mühle
  • Simon Krischer, Biokreis
  • Claudia Loibl, Bioland
  • Erwin Winkler, Bioland
  • Kathrin Jäckel, BNN
  • Tina Andres, BÖLW
  • Gottfried Willmann, Demeter
  • Lukas Nossol, Dennree
  • Beate Huber, FiBL Schweiz
  • Julius Palm, Followfood/Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft
  • Ralf Pohle, Food Made in Germany /Marketing-Gesellschaft Niedersachsen
  • Matthias Fiedler, Forum Fairer Handel
  • Frank von Glan, Hügli Nahrungsmittel
  • Thomas Cierpka, IFOAM – Organics International
  • Thore Quednau, Lebensbaum
  • Karin Romeder, Naturland Zeichen
  • Eveline Schmitz, Naturland Zeichen
  • Christian Eichert, Netzwerk der Ernährungsräte
  • Mildred Steidle, Organic Services
  • Silke Reuter, Beraterin Startups
  • Matthias Sinn, Rewe
  • Walter Penner, Sonnentor
  • Prof. Dr. Jan Niessen, Technische Hochschule Nürnberg
  • Mirja Eckert, The New

Kommentare

Registrieren oder anmelden, um zu kommentieren.

Weiterlesen mit BioHandel+

Melden Sie sich jetzt an und lesen Sie die ersten 30 Tage kostenfrei!

  • Ihre Vorteile: exklusive Berichte, aktuelles Marktwissen, gebündeltes Praxiswissen - täglich aktuell!
  • Besonders günstig als Kombi-Abo: ausführlich in PRINT und immer aktuell mit ONLINE Zugang
  • Inklusive BioHandel e-Paper und Online-Archiv aller Printausgaben beim ONLINE Zugang
Jetzt 30 Tage für 0,00 € testen
Sie sind bereits Abonnent von BioHandel+? Dann können Sie sich hier anmelden.

Auch interessant: