Hohe Preise sind laut Denns Biomarkt „noch immer eines der größten Hemmnisse für den Kauf von Bio-Lebensmitteln“. Deutschlands größter Bio-Filialist setzt deshalb künftig auf eine KI-gestützte Plattform des französischen Technologieunternehmens Mercio, um seine mehr als 6.000 Produkte und deren Preise mit denen der Wettbewerber zu vergleichen.
Das sogenannte „Produktmatching“ hilft Unternehmen dabei, unterschiedliche, für die Verbrauchenden jedoch im Nutzen ähnliche Artikel miteinander zu vergleichen. Firmen können so einerseits feststellen, ob sie Lücken im Sortiment haben. Laut Mercio machen Produkte, die aus Verbrauchersicht ein Alleinstellungsmerkmal besitzen, je nach Händler einen großen Anteil des Umsatzes und einen noch größeren Anteil der Marge aus.
Mercio analysiert Preise und Marktbewegungen
Gleichzeitig wirbt Mercio damit, „Marktbewegungen vorauszusagen, Preise in Echtzeit anzupassen, Szenarien sofort zu simulieren und verborgene Margenpotenziale aufzudecken“ und damit die Preisgestaltung für seine Kunden „zu einem echten Wettbewerbsvorteil“ zu machen. Mit Hilfe der Franzosen wolle man besser verstehen, „wie unsere Mitbewerber*innen preislich im Markt positioniert sind und welche Dynamiken im Wettbewerbsumfeld wirken“, so Claudia Scheider, die bei Denns Biomarkt für die strategische Steuerung und Koordination des Warenmanagements verantwortlich ist.
Denns will Preisstrategie nach Kundenbedürfnissen ausrichten
Denns begründet die Zusammenarbeit mit Mercio mit der strategischen Ausrichtung des Bio-Fachhändlers, zu der auch eine konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kundschaft gehöre. Dazu zähle auch der Anspruch fairer, nachvollziehbarer und wettbewerbsgerechter Preise über alle Warengruppen hinweg und im Einklang mit dem eigenen Bio-Selbstverständnis. Neben Denns Biomarkt zählt Mercio unter anderem Carrefour, Intermarché und Hagebau zu seinen Kunden.
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