Biohandel

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Bio-Handelshaus

Dennree steigert Umsatz und baut Filialnetz weiter aus

Die Dennree-Gruppe begründet ihr Wachstum unter anderem mit erfolgreichen Marketingmaßnahmen und einem konsequenten Expansionskurs. Ein Großprojekt hat Dennree in diesem Jahr bereits umgesetzt.

Die Dennree-Gruppe ist im vergangenen Jahr weitergewachsen. Beim Umsatz legte Deutschlands größtes Bio-Handelshaus um acht Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Den Umsatz gibt Dennree ähnlich wie Alnatura konsolidiert heraus und nicht nach einzelnen Unternehmensbereichen getrennt.

Auch beim Filialnetz konnte das Unternehmen zulegen. 2025 eröffneten 15 neue Denns BioMärkte, sieben wurden geschlossen, teilte die Dennree-Geschäftsführung am Dienstag mit. In 13 bestehenden Märkten fanden Modernisierungen in einem insgesamt niedrigen zweistelligen Millionenbetrag statt. Zum Stichtag 31.12.2025 zählte die Dennree-Gruppe 411 Denns BioMärkte.

Kundenzahl und Bons legen zu

„Wir haben unseren Kurs bei Expansionen und bei Investitionen in unsere Läden sowie beim Marketing fortgesetzt“, sagte Joseph Nossol, der nach dem Tod von Vater und Dennree-Gründer Thomas Greim gemeinsam mit Schwester Mareike Nossol das Familienunternehmen weiterführt. Im vergangenen Jahr sei es weiter gelungen, Hemmschwellen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern abzubauen. „Die Anzahl der Kundinnen und Kunden ist gestiegen“, sagte Mareike Nossol. Auch der durchschnittliche Bonwert und die Zahl der ausgestellten Kassenbons seien gewachsen.

Joseph Nossol zufolge haben die Denns-Kunden im vergangenen Jahr wieder stärker zu Herstellermarken gegriffen. Allerdings liege die Nachfrage nach Markenartikeln weiterhin unter dem Niveau vor dem Beginn der starken Preisanstiege bei Lebensmitteln im Jahr 2022. 

Konsequente Arbeit am Sortiment

Die beiden Geschäftsführer begründen die positive Entwicklung in ihren Märkten im vergangenen Jahr auch mit der konsequenten Arbeit am Angebot. „Wir haben die Sortimente klarer definiert und an der Verfügbarkeit gearbeitet“, sagt Joseph Nossol. Der Anspruch sei beispielsweise, dass Denns-Kundinnen und Kunden im Sommer auch am Samstagnachmittag noch das gewünschte Grillfleisch bekämen. Seit einiger Zeit bieten die Denns-Märkte eine Click & Collect-Funktion an. Kundinnen und Kunden können derzeit 47 Fleisch- und Fischprodukte in Bioqualität online bestellen und in ihrer Filiale abholen. 

Neben Fleisch will Dennree auch im Obst- und Gemüsebereich deutlich zulegen. In den kommenden zwei Jahren soll das Sortiment in diesem Segment ausgebaut und noch gezielter auf die Bedürfnisse der Verbraucher abgestimmt werden.

Starke Download-Zahlen bei der neuen Kunden-App

Um Kundenbedürfnisse und Sortimentsentwicklungen noch besser zu verstehen, hilft Dennree in Zukunft auch die neue Kunden-App. Seit dem Start vor rund vier Wochen registrierte das Unternehmen rund 250.000 Downloads. Die physische Kundenkarte, die weiterhin genutzt werden kann, haben rund 360.000 Kunden. „Unsere Kunden-App soll die Sortimentsoptimierung weiter voranbringen“, sagte Mareike Nossol. Rund 30 Prozent der Downloads kamen laut Dennree von Kunden, die zuvor noch keine Kundenkarten nutzten.  

Mit der App können Denns-Kunden bei jedem Kauf Guthaben sammeln und beim Einkaufen einlösen. Das Guthaben lässt sich außerdem verschenken. Kassenbons werden ebenfalls direkt in die App übertragen, was Papier spart. Mit dem Launch der App hat Dennree bereits einen Meilenstein in diesem Jahr erreicht. 

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15+ neue Denns-Märkte in 2026

Auch mit dem Wachstum soll es auch in diesem Jahr weitergehen: Für 2026 gebe es bereits Verträge für 15 weitere Standorteröffnungen, teilte die Geschäftsführung mit. Angepeilt seien 25 zusätzliche Filialen in diesem Jahr. Das beinhaltet sowohl regiegeführte, als auch Franchisebetriebe.

2026 arbeitet das Unternehmen außerdem weiter an einer KI-gestützten Automatisierung der Warendisposition. Das System Relex soll künftig die Warenverfügbarkeit und die Regalkapazitäten automatisch erkennen und damit den Warenbestellfluss optimieren. Relex bestellt bereits völlig automatisiert Trockenwaren und berücksichtigt dafür Einflussfaktoren wie die zur Verfügung stehenden Regalflächen und die regionale Kaufkraft zu bestimmten Zeitpunkten. Ziel von Dennree ist es, den Roll-out des Systems in diesem Jahr abzuschließen und sämtliche Märkte mit fast allen Sortimenten darin zu integrieren.

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Neue Regionalzentrale in Österreich in Betrieb

Ebenfalls im Januar 2026 hat Dennree Österreich seine neue Regionalzentrale mit Logistikzentrum und Bürogebäuden in Betrieb genommen. „Die Investition ist ein klares Bekenntnis für Österreich“, betont Mareike Nossol. „Dank der deutlich erweiterten Kapazitäten bieten die neuen Gebäude für Denns BioMärkte wie für Großhandelskunden ein stark vergrößertes regionales Warenangebot“, teilte das Unternehmen mit. Zudem finden dort nun alle Mitarbeitenden Platz, die zuvor an verschiedenen Standorten tätig waren. 

Rund 2.900 Quadratmeter begrünte Dachflächen sowie eine großflächige Photovoltaikanlage sorgen bei dem Neubau für zusätzlichen sauberen Strom. Die Beheizung der Lagerbereiche erfolgt ausschließlich über die Wärmerückgewinnung aus den Kühlräumen.

Nachhaltigkeitsengagement auf dem Feld

Nachhaltigkeit ist für Dennree auch in der Erzeugung wichtig. Das Unternehmen unterstützt verschiedene Initiativen und Projekte. Mit jährlich 50.000 Euro fördert Dennree die Entwicklung von widerstandsfähigen ökologischen Getreide-, Gemüse- und Obstsorten. Gemeinsam mit der Bioland Stiftung wird auf dem unternehmenseigenen Hofgut Eichigt das mehrjährige Projekt Vermikompost realisiert, in dem Nebenprodukte des Betriebes zur Verbesserung der Bodenqualität beitragen.

2025 beschäftigte Dennree rund 8.500 Mitarbeitende an mehr als 400 Standorten in Deutschland und Österreich. Über das eigene, flächendeckende Logistiksystem beliefert das Handelshaus mehr als 1.200 Biomärkte in Deutschland, Österreich, Luxemburg und Südtirol. Dazu gehört auch der BioMarkt Verbund, ein Zusammenschluss von rund 530 selbstständigen BioMärkten und Denns BioMärkten aus Deutschland und Österreich unter der gemeinsamen Dachmarke „BioMarkt“.

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