Der bundesweite Tag der Schulverpflegung am 23. September ist in diesem Jahr in die Aktionswoche „Vielfalt schmecken und entdecken“ eingebettet. Ebenfalls auf diesen Tag fällt der EU-Bio-Tag, der auf die Bedeutung des ökologischen Landbaus und von Bio-Lebensmitteln aufmerksam machen soll.
Die Byodo Naturkost GmbH vereint beides schon lange: Seit dem Jahr 2017 versorgt der Hersteller Kindertagesstätten, Schulen und seit Kurzem auch Unternehmen mit Mittagsverpflegung in Bio-Qualität.
Seit diesem Monat beliefert das Byodo-Kindercatering weitere zwölf Einrichtungen und versorgt damit künftig 49 Kunden im Umkreis. „Ein deutliches Signal dafür, wie stark die Nachfrage nach verlässlicher, wertebasierter Bio-Verpflegung vor allem für die Jüngsten ist“, so das Unternehmen.
Die Mittagsverpflegung besteht nach Angaben von Byodo zu 100 Prozent aus Bio-Lebensmitteln – der Fisch ist MSC-zertifiziert – und ist nach den Ernährungsrichtlinien der DGE-Qualitätsstandards zertifiziert. Auf Schweinefleisch und Gelatine wird grundsätzlich verzichtet, für Kinder mit Allergien und Vegetarier werden passende Alternativen mitgeliefert.
Täglich 2.100 Bio-Essen
Mit dem Wachstum auf 49 Einrichtungen – 15 Krippen, 20 Kindergärten, 11 Schulen und 3 Firmen – kocht Byodo künftig täglich rund 2.100 Essen. Hinzu kommen die hauseigene Genussküche mit rund 150 Essen täglich sowie Caterings für Veranstaltungen bei lokalen Unternehmen, Ämtern, Seminarhäusern und Privatpersonen.
Dafür beschäftigt Byodo ein 32-köpfiges Team aus Vollzeit-, Teilzeit- und Minijobkräften und hat 2024 eine neue Produktionsküche im Firmengebäude gebaut. Ein Jahr später wurde eine neue Warenwirtschafts- und Bestellsoftware eingeführt, über die Essensbestellung, Krankmeldung und Bezahlung laufen.
Ganztagsbetreuung als Chance für mehr Bio
Für die Initiative Bio Bitte gewinnt gute Schulverpflegung mit dem Ausbau des Ganztags weiter an Bedeutung. Seit dem 1. August dieses Jahres gilt der Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung zunächst für Kinder der ersten Klasse, bis zum Schuljahr 2029/30 wird er schrittweise auf die Klassenstufen eins bis vier ausgeweitet. Für Kommunen und Schulträger wachse damit vielerorts der Bedarf an verlässlichen Verpflegungsstrukturen, so die Initiative. Zugleich biete sich die Chance, Qualitätsziele, Bio-Lebensmittel und nachhaltige Beschaffung von Anfang an mitzudenken.
Bio Bitte unterstützt dabei Politik, Verwaltung, Vergabestellen und Küchenleitungen mit praxisnahen Informationen, Beispielen aus der Praxis, Veranstaltungen und Vernetzungsangeboten. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie sich der Anteil ökologischer Lebensmittel in öffentlichen Küchen Schritt für Schritt erhöhen lässt.
Wie Kommunen eine ausgewogene und nachhaltige Verpflegung gestalten können, steht auch im Mittelpunkt des Bundeskongresses Kita- und Schulverpflegung am 7. Oktober 2026. Unter dem Motto „Ausgewogene Verpflegung gestalten – ein Ziel, viele Wege!“ gibt die Veranstaltung Einblicke in kommunale Strategien und Praxisbeispiele aus Hamm, Hamburg und Darmstadt. Interessierte können online teilnehmen und sich hier noch bis zum 5. Oktober für den Livestream anmelden.
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