EU-Agrar-Kommissar Christophe Hansen hat angekündigt, Anpassungen der EU-Öko-Verordnung vorzunehmen. Neben der Weidepflicht für Wiederkäuer wie Rinder und Ziegen gehe es dabei laut Hansen auch um Vorgaben in der Geflügel- und der Schweinehaltung.
Politiker und Bio-Verbände kritisieren die strenge Auslegung der Weidepflicht-Regel durch die EU-Kommission seit Monaten. Sie fordern praktikable Lösungen für Härtefälle, um zu verhindern, dass Betriebe zum Ausstieg aus dem Öko-Landbau gezwungen werden.
Nun sollen bäuerliche Familienbetriebe laut Hansen „erforderliche Erleichterungen erhalten, um ihre Betriebe weiterhin ökologisch sicher bewirtschaften und an die nächste Generation übergeben zu können“.
Weil eine Änderung für aktuell betroffene Betriebe zu spät käme, forderte der Kommissar die Mitgliedsstaaten dazu auf, pragmatische Übergangsregelungen zu finden und dafür die konkreten Vorschläge der Öko-Verbände Bayerischer Bauernverband, Bioland, Demeter, Demeter Österreich, Deutscher Bauernverband und Naturland umzusetzen.
In einer gemeinsamen Pressemitteilung fordern die Verbände die Bundesländer dazu auf, kurzfristig flexible Brückenlösungen zu ermöglichen.
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