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DUH-Verpackungscheck

Bio-Supermärkte sind bei Abfallvermeidung weiter vorne

Alnatura, Bio Company und Denns schneiden beim Verpackungscheck der Deutschen Unwelthilfe erneut am besten ab. Aber auch bei den Bio-Supermärkten ist noch längst nicht alles optimal.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat stichprobenartig das Verpackungsaufkommen in Bio- und konventionellen Lebensmittelmärkten untersucht. Das Ergebnis der Tester, wie bereits im Vorjahr: Die Bio-Supermärkte Alnatura, Bio Company und Denns schneiden beim Thema Verpackungsvermeidung und Mehrwegquote teilweise deutlich besser ab als ihre klassischen Wettbewerber Aldi, Lidl, Penny, Norma, Netto Marken-Discount, Kaufland, Rewe und Edeka.

So ergab eine Auswertung der Besuche bei jeweils vier Märkten pro Handelskette, dass der Anteil an verpacktem Obst und Gemüse bei der Bio Company bei 17 Prozent, bei Denns bei 15 Prozent und bei Alnatura bei 8 Prozent lag. Zum Vergleich: Beim besten konventionellen Händler Rewe lag die Verpackungsquote hier bei 51 Prozent. 

Ein ähnliches Ergebnis ermittelte die DUH bei der Quote von Einwegverpackungen: Am besten schnitt hier Bio Company mit 10 Prozent ab. Bei Denns ermittelten die Tester 12 Prozent, bei Alnatura betrug der Anteil an Einwegverpackungen 21 Prozent. Beim besten konventionellen Händler Rewe lag die Einwegquote bei 65 Prozent.

Auch bei Bio-Supermärkten ist noch nicht alles top

Besonders hervortun konnten sich die Bio-Händler im Bereich Speiseöle und Essige. Alle drei Bio-Supermarktketten bieten Öle von Bio Planète in Mehrwegflaschen an. Gemeinsam mit dem Start-up Dotch hat der Bio-Hersteller eine mehrwegfähige Standardflasche entwickelt, die an handelsüblichen Mehrwegbehältern abgegeben werden kann. Auch Mani Bläuel vertreibt inzwischen Öle in diesen Mehrwegflaschen. Laut der DUH bietet ein Umstieg auf Mehrwegflaschen bei Öl und Essig ein „großes Klima- und Ressourceneinsparpotenzial, das im konventionellen Handel noch nicht genutzt wird.“

Aber auch bei den Bio-Supermärkten fanden die Verpackungschecker der DUH noch Verbesserungspotenzial. Bei Frischmilch und Joghurt wurde in den untersuchten Filialen nur etwa ein Drittel der Produkte in Mehrwegbehältnissen angeboten. Damit lagen die Bio-Händler aber immer noch vorne. Viele Discounter boten in diesem Segment ausschließlich Einweg an. Bester konventioneller Händler war Edeka mit einer Einwegquote bei Frischmilch und Joghurt von 81 Prozent.  

Fazit der DUH: „Von sich allein werden die großen Discounter und Supermärkte die Verpackungswende nicht schaffen". Deshalb müsse Umweltminister Carsten Schneider schnellstmöglich Maßnahmen umsetzen, um Abfallvermeidung und nachhaltige Verpackungen zu fördern und "diejenigen zu belohnen, die es richtig machen".

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