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Bio Company mit Umsatzrückgang und positivem Ausblick

Bilanz 2025

Unter erschwerten Marktbedingungen hat die Berliner Bio-Supermarktkette leicht an Umsatz verloren. Besser als erwartet fiel hingegen der Jahresüberschuss aus. 2026 investiert Bio Company weiter in Märkte, Mitarbeitende und Kooperationen.

Die Berliner Bio-Supermarktkette Bio Company hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem leichten Umsatzrückgang abgeschlossen. Der Jahresüberschuss lag nach Unternehmensangaben deutlich über den Erwartungen.

Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz 2025 von 201 Millionen auf 199 Millionen Euro. Als Gründe nennt das Unternehmen eine gedämpfte Konsumstimmung, steigende Kosten und ein hohes Preisbewusstsein der Kundschaft. 

„Wir haben in einer außergewöhnlich herausfordernden Marktsituation sehr solide gewirtschaftet“, so Finanz- und Personalvorständin Daniela Feldt. Das machte sich bei einem anderen Bilanzposten bemerkbar. „Im Geschäftsjahr 2025 konnten wir einen positiven Jahresüberschuss erzielen, der deutlich über den Planungen lag“, erklärt Feldt. Das zeige, „dass unsere strategischen Maßnahmen greifen“. Zahlen zum Jahresüberschuss nannte Bio Company nicht. 

3 Millionen für Mitarbeitende und Modernisierungen

Im vergangenen Jahr hat der Bio-Händler rund 1,1 Millionen Euro in eine energieeffiziente Modernisierung seiner Standorte investiert und 2 Millionen Euro für Lohnanpassungen für die Mitarbeitenden ausgegeben. Der gesetzliche Mindestlohn pro Stunde wurde im Januar 2025 von 12,41 auf 12,82 Euro angehoben. Seit dem 1. Januar 2026 liegt der Mindestlohn bei 13,90 Euro. 

Insgesamt sieht sich die Bio Company „gut aufgestellt“, man blicke „agil und optimistisch nach vorn“, so Feldt. Für dieses Jahr kündigte das Unternehmen an, weitere rund 1,4 Millionen Euro in Modernisierungsmaßnahmen zu stecken. Die Bio Company betreibt 58 Filialen, schwerpunktmäßig in Berlin und Brandenburg, und beschäftigt rund 1.500 Mitarbeitende, darunter etwa 80 Auszubildende. 

Strategisch setzt Bio Company auf neue Geschäftsfelder und Kooperationen. Anfang des Jahres verkündete der Händler eine strategische Partnerschaft mit dem Berliner Bio-Großhändler Terra Naturkost. Bereits im vergangenen Jahr verlagerte Bio Company den eigenen Lieferservice vollständig auf die Plattform Wolt, über die das Unternehmen mehr als 4.000 Produkte aus seinen Filialen heraus vertreibt.

Auch den Ausbau der namensgleichen Eigenmarke treibt Bio Company voran. Die wird seit dem vergangenen Jahr auch über Großhändler in Deutschland und der Schweiz vertrieben. „Neben ihrer hohen Qualität bieten sich die Produkte ideal an für ein Preiseinstieg-Segment. Dies trifft offenbar einen Bedarf bei den Bio-Einzelhändlern und wird gut angenommen“, so Nicole Korset-Ristic, Vorständin Sortiment und Einkauf. 

Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel

Gleichzeitig habe man das Sortiment gestrafft und neue Angebote sowie Serviceleistungen eingeführt, darunter Paketstationen (Myflexbox) in den Filialen und zusätzliche Self-Checkout-Kassen, teilte das Unternehmen mit. Das als Pilotprojekt gestartete Shop-in-Shop-System mit Grüne Erde, einem Händler von ökologisch-nachhaltig und sozial-fair produzierten Produkten wie Möbel und Kleidung, soll auf weitere Märkte ausgeweitet werden.

Weil all das nur mit entsprechend ausgebildeten Mitarbeitenden möglich ist, legt Bio Company ein besonderes Augenmerk auf die Ausbildung. Seit dem vergangenen Jahr läuft ein „Experten- und Durchstarterprogramm“, bei dem sich Azubis bereits in der Ausbildung für höhere Positionen qualifizieren können. „Ziel ist es, bereits frühzeitig gute Fachkräfte zu binden und ihnen Anreize zu bieten“, so der Händler. 

Im Gespräch sind demnach auch Projekte wie die „Talents Bridge“, bei dem Menschen aus Namibia direkt im Land qualifiziert werden, um dann in Deutschland als Fachkraft arbeiten zu können. Erste Projekte mit Auszubildenden aus Vietnam laufen bereits, hierbei lernen die jungen Leute schon in den Berliner Filialen.

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