Das Bio-Handelshaus Alnatura hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 1,274 Milliarden Euro abgeschlossen. Das entspricht einem Zuwachs von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte das Unternehmen anlässlich seiner Jahres-Pressekonferenz mit. Das Geschäftsjahr endet bei Alnatura am 30. September.
Den Umsatzzuwachs begründet der Bio-Händler mit einer großen Nachfrage nach seinen Produkten. „Unser Wachstum verdanken wir unseren Kundinnen und Kunden. Wir freuen uns sehr über das stetig zunehmende Vertrauen“, so Alnatura-Gründer und -Geschäftsführer Götz Rehn. Um die Kundennachfrage auch in Zukunft bedienen zu können, investiere Alnatura „gezielt in eine zukunftsfähige Logistik und IT-Infrastruktur und in den Ausbau unserer Alnatura Super Natur Märkte“, teilte Rehn mit.
Neues Logistikzentrum geht in Betrieb
Für den Sommer 2026 kündigte Alnatura an, ein neues 30.000 Quadratmeter großes Lager im südhessischen Groß-Rohrheim in Betrieb zu nehmen. Aus dem hochmodernen Logistikzentrum wird Alnatura die eigenen Märkte in ganz Deutschland beliefern. Das Logistikzentrum in Lorsch bleibe bestehen, von dort erhalten die nationalen und internationalen Handelspartner von Alnatura ihre Ware. „Durch die räumliche Nähe können die beiden Standorte effizient zusammenarbeiten“, teilte Alnatura mit.
Für die neue Logistikimmobilie setzte Alnatura hohe ökologische Standards an. Die Fassade besteht aus heimischem Lärchenholz, auf dem Dach erzeugt eine großflächige Photovoltaikanlage Strom. Luft-Wasser-Wärmepumpen sorgen dafür, dass für den Gebäudebetrieb keine fossilen Brennstoffe notwendig sind.
Ausbau des Filialnetzes
Ein weiterer Fokus lag im abgelaufenen Geschäftsjahr auf der Neugestaltung von Märkten. In Frankfurt, Freiburg, Karlsruhe, Kriftel, Leipzig und München wurden bestehende Standorte umfangreich umgebaut. In Düsseldorf eröffnete Alnatura einen dritten Markt und in Koblenz gab es einen Umzug einer Filiale an einen neuen Standort mit größerer Ladenfläche, teilte das Unternehmen mit.
Im neuen Geschäftsjahr will Alnatura wieder verstärkt in die Expansion seines Filialnetzes gehen. In Ingolstadt, Kiel, Düsseldorf und Berlin sollen neue Standorte entstehen. In Hamburg eröffnete am heutigen Donnerstag der insgesamt neunte Alnatura Markt in der Hansestadt. Das Bundesland mit den meisten Alnatura-Filialen bleibt weiterhin Baden-Württemberg mit 37 Standorten, gefolgt von Bayern (24), Hessen (21), Nordrhein-Westfalen (20) und Berlin (19).
„Wir wollen unseren Kundinnen und Kunden ein ganzheitliches und attraktives Bio-Sortiment zu günstigen Dauerpreisen rund um die Marke Alnatura anbieten“, erklärte Co-Geschäftsführerin Petra Schäfer. Daher freue sie sich besonders über das Ergebnis des aktuellen Kundenmonitors. Bei der jährlichen Verbraucherbefragung belegte Alnatura zum vierten Mal in Folge den ersten Platz unter den Lebensmittelmärkten. Das Ergebnis unterstreiche, „dass unsere Kundinnen und Kunden erkennen, dass hochwertige Alnatura Produkte preisgünstig sind“.
Neben der logistischen Infrastruktur und dem Filialnetz investiere Alnatura auch stark in seine IT- Systemlandschaft. Neben dem Umstieg beim Warenwirtschaftssystem von SAP ECC auf SAP S/4 HANA arbeitet Alnatura an einer technologischen Plattform, die den Kundinnen und Kunden die Möglichkeit bieten soll, „Alnatura konsistent über alle Kanäle vernetzt zu erleben“.
Auch den Ausbau der Bio-Landwirtschaft treibt Alnatura voran. Mit der Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI) hat das Unternehmen in Kooperation mit dem NABU von 2015 bis 2025 bereits 131 Höfe bei der Umstellung auf Bio finanziell unterstützt. Durch sie werde eine Fläche von rund 21.000 Hektar biologisch bewirtschaftet, teilte Alnatura mit.
Gewachsen ist auch die Anzahl der Beschäftigten bei Alnatura. Sie lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 3.718 und fünf Prozent höher als im Vorjahr. Die Alnatura-Geschäftsführung ist derweil geschrumpft. Nach dem überraschenden Ausscheiden von Christina Rüter besteht sie neben Götz Rehn und Petra Schäfer noch aus Rüdiger Kasch, Kirsten Keller, Lucas Rehn und Jessica Schwarz.
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