Wissen. Was die Branche bewegt
Steckbrief

Honig

Er ist ein wertvolles Naturprodukt, ein seit Urzeiten geschätztes Süßungsmittel und hierzulande sehr beliebt. Gut, dass der Naturkostfachhandel eine große Auswahl an Bio-Honig zu bieten hat.
13.01.2018 vonGudrun Ambros
Er ist ein wertvolles Naturprodukt, ein seit Urzeiten geschätztes Süßungsmittel und hierzulande sehr beliebt. Gut, dass der Naturkostfachhandel eine große Auswahl an Bio-Honig zu bieten hat.

Sommerblütenhonig sammeln die Bienen aus unterschiedlichen nektarspendenden Blüten wie Weißklee, Himbeer- oder Brombeerblüten. Er schmeckt aromatisch, ist hell- bis mittelbraun und kristallisiert leicht.

Waldhonig produzieren Bienen nicht aus Nektar, sondern aus dem Honigtau von Läusen und anderen Pflanzensaugern, die auf Laub- oder Nadelbäumen sitzen. Er ist dunkelbraun, von harzig-würzigem Aroma und bleibt lange flüssig.

Rapshonig stellen Bienen aus Rapsblüten her. Er erscheint fast weiß, schmeckt zart-aromatisch und kristallisiert schnell fein und gleichmäßig aus, weil in ihm verhältnismäßig viel Traubenzucker steckt. Das macht ihn besonders cremig.

Edelkastanienhonig kristallisiert nur langsam oder gar nicht aus. Erscheinung und Aroma – bernsteinfarben bis dunkelbraun sowie kräftig-herb und sehr intensiv – verdankt er seiner Trachtquelle, den Esskastanien.

Manukahonig stammt vom Nektar der neuseeländischen Südseemyrte. Der bernsteinfarbene charakteristisch intensiv-herbe Honig gilt als besonders gesundheitsfördernd, denn er enthält viel antibakteriell wirkendes Methylglyoxal.

Akazienhonig stammt im deutschsprachigen Raum von der Robinie, der „falschen“ Akazie. Wegen seines lieblich-milden Aromas und seiner dünnflüssigen Konsistenz lässt sich der hellgelbe Honig sehr vielseitig verwenden.

5 Tipps zu Lagerung und Verkauf

  • Bio-Imker stellen ihre Stöcke so auf, dass sich im Umkreis von drei Kilometern vorwiegend ökologisch bearbeitete Flächen oder solche mit geringer Umweltbelastung befinden. Gleichzeitig gelten besondere Anforderungen an die Haltung und Behandlung von Krankheiten der Bienen sowie an die Honiggewinnung.
  • Kühl, trocken, dunkel und geruchsneutral gelagert bewahrt Honig über mehrere Jahre seine Qualität. Schlecht verschlossen zieht er Gerüche und Feuchtigkeit an und verdirbt schneller. Wird das süße Gold über 40 Grad Celsius erhitzt, dann gehen wichtige Inhaltsstoffe und Enzyme verloren.
  • Die meisten Honigsorten kristallisieren früher oder später aus und werden fest. Kandierter Honig lässt sich durch vorsichtiges Erhitzen im Wasserbad wieder verflüssigen. Doch nur wenn die Temperatur nicht über 40 Grad steigt, bleibt die Qualität des Naturprodukts erhalten.
  • Honig ist sehr beliebt: 1,1 Kilo essen die Deutschen durchschnittlich pro Kopf und Jahr. Nur ein Fünftel des Bedarfs kann hierzulande gedeckt werden; der Rest wird importiert. Produkte aus fairem Handel sichern den Kleinbauern verlässliche Preise und langfristige Verträge.
  • In der Volksmedizin gilt Honig als sehr gesund. Antibakterielle Wirkung konnte nachgewiesen werden. Manukahonig setzt die Alternativ-Medizin zur Wundheilung ein. Für Babys ist Honig allerdings noch nichts: In ihm können Bakterien stecken, dem das Immunsystem von Kindern unter zwölf Monaten noch nicht gewachsen ist.

Kommentare

Schlagwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Ähnliche Beiträge