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Bio-Landbau: Weniger Ertrag, aber besser bei Dürre

Bio-Landwirte ernten pro Hektar weniger als ihre konventionellen Kollegen. Dafür kamen sie mit dem trockenen Sommer 2018 besser zurecht. Das zeigen Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft AMI.
25.06.2019
Bio-Landwirte ernten pro Hektar weniger als ihre konventionellen Kollegen. Dafür kamen sie mit dem trockenen Sommer 2018 besser zurecht. Das zeigen Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft AMI.

Bio-Landwirte ernten pro Hektar weniger als ihre konventionellen Kollegen. Dafür kamen sie mit dem trockenen Sommer 2018 besser zurecht. Das zeigen Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft AMI.

Konstanterer Ertrag im ökologischen Landbau

Die deutschen Bio-Bauern haben im Schnitt der Jahre 2012 bis 2018 bei Getreide 3,37 Tonnen je Hektar eingefahren. Das entsprach rund 48 Prozent der Erntemenge der konventionellen Kollegen, teilte die AMI mit. Die Datensammler stellten auch fest, dass im Dürrejahr 2018 bei vielen Kulturen die Erträge im Bio-Landbau weniger stark abfielen als im konventionellen Landbau. „Die Böden von Bio-Betrieben können häufig das Wasser besser halten und haben durch weite Fruchtfolgen mit Leguminosen Humus aufgebaut, so dass sie mit Klimaschwankungen besser umgehen können“, schrieben die AMI-Experten.

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Eine besondere Bedeutung habe dabei das Ausbringen von Stallmist als Dünger. Über die Jahre betrachtet zeigen die AMI-Zahlen, dass die Erträge im Bio-Landbau weniger schwanken als im konventionellen. „Neben der häufig höheren Bodenfruchtbarkeit spielt hier auch die im Ökolandbau andere Verteilung der Kulturen einer Rolle“, analysiert die AMI.

Gründe für Ertragsunterschiede

Auch beim Anbau von Gemüse sind die Bio-Erträge geringer. Sie betragen bei Freilandgemüse 77 Prozent, während es unter Glas nur 45 Prozent sind. Den niedrigen Anteil im Gewächshausanbau erklärt die AMI damit, dass konventionell Tomaten, Gurken und Paprika nicht mehr im Boden, sondern auf Substraten angebaut werden und daher besonders hohe Erträge erzielen.

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Zu bedenken gibt die AMI, dass sich in der Bio-Landwirtschaft viele Direktvermarkter übers ganze Land verteilen. Diese Betriebe seien auch an klimatisch weniger günstigen Standorten oder Standorten mit leichteren Böden zu finden, die von vorneherein geringere Erträge liefern. Insgesamt zeigen die AMI-Zahlen, dass die Unterschiede je nach Gemüseart sehr unterschiedlich sein können. Am geringsten sind sie bei Feldsalat und Kürbis.

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Als wichtigsten Grund für die Ertragsunterschiede nennt die AMI den intensiven Einsatz von Kunstdünger bei den konventionellen Betrieben. Beim Blick über Deutschland und Mitteleuropa hinaus zeige sich bei den Erträgen ein anderes Bild: „Dort, wo konventionelle Landwirtschaft extensiver betrieben wird als hierzulande, zum Beispiel in vielen osteuropäischen Ländern, aber auch in den USA und Kanada, fallen die Bio-Erträge deutlich weniger ab oder erreichen gleiche Werte wie die konventionellen Erträge.“

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